Begegnungszentrum BRÜCKE-KÖPRÜ
Die BRÜCKE-KÖPRÜ ist seit 1993 ein Begegnungszentrum für Christen und Muslime in Nürnberg. Hier treffen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft zum Dialog über Gott und den Alltag, zu geselligen Frauen- und Männerabenden oder gemeinsamen Festen über die Grenzen der jeweiligen Religion und Kultur hinweg.
„Vorurteile und Ängste abbauen und einen kleinen Beitrag zum Frieden zwischen Christen und Muslimen leisten“, so fassen die zwei Hauptamtlichen des Begegnungszentrums, Pfarrer Hans-Martin Gloël und Diakonin Doris Zenns die Hauptanliegen ihrer Arbeit zusammen. Von Anfang an war in der BRÜCKE das Gespräch über den Glauben und die Suche nach gegenseitigem Verstehen in Glaubensfragen grundlegender Bestandteil der interkulturellen Dialogarbeit.
Die Finnische Evang.-Luth. Missionsgesellschaft (FELM) gründete 1993 gemeinsam mit dem Evang.-Luth. Missionswerk in Bayern und der Kirchengemeinde St. Johannis in Nürnberg die BRÜCKE-KÖPRÜ als Begegnungszentrum von Christen und Muslimen. Die Gründung der BRÜCKE war der Grundstein für eine heute einzigartige Situation im bundesdeutschen Kontext: Nürnberg hat zwei christlich-islamische Begegnungseinrichtungen – jeweils von der anderen Religionsgemeinschaft ausgehend. Neben der BRÜCKE gibt es die islamisch-christliche Begegnungsstätte Medina – beide Einrichtungen sind entscheidend für das Gespräch aus verschiedenen Glaubensperspektiven, das zum gegenseitigen Verstehen und zur Integration beiträgt.
Rund 30 Ehrenamtliche engagieren sich derzeit in der BRÜCKE. Mit seinen verschiedenen Workshops, Seminaren, Arbeitskreisen und geselligen Veranstaltungen kann das Begegnungszentrum deshalb im Laufe eines Jahres mehrere tausend Menschen aus Nürnberg und Umgebung erreichen. Regelmäßig nehmen rund 150 Personen die diversen Angebote wahr.
„Wir sind Brückenmenschen. Wie sich Christen und Muslime begegnen“ lautet der Titel eines neuen Buches, in dem dokumentiert ist, was in den vergangenen 15 Jahren in der BRÜCKE an Beziehungen gewachsen und an Begegnungen möglich wurde und welche Anliegen die verschiedenen Menschen in die BRÜCKE führten. 30 Christen und Muslime berichten in dem Buch von ihren Erfahrungen und Erlebnissen im interreligiösen Dialog. Das Buch, herausgegeben von Hans-Martin Gloël, ist für 12,- Euro im Buchhandel (ISBN 978-3-87214-618-2) oder beim Erlanger Verlag (www.erlanger-verlag.de) erhältlich.
Im Dezember 2007 feierte die BRÜCKE-KÖPRÜ im Rahmen eines Festgottesdienstes und eines interkulturellen Festes ihr 15-jähriges Bestehen. Landesbischof Dr. Johannes Friedrich hielt die Predigt im Gottesdienst, zu dem zahlreiche Gäste aus Kirche und Politik kamen, um die Arbeit der Einrichtung zu würdigen.
Das Bestehen der BRÜCKE ist auch Ausdruck gelungener Zusammenarbeit der bayerischen und finnischen Landeskirchen, die das Begegnungszentrum 1993 gemeinsam initiiert hatten. Nach 15 Jahren verabschiedeten sich die Finnen nun aus ihrem jahrelangen Engagement. Das Evang.-Luth. Dekanat Nürnberg hat jedoch beschlossen, in die Trägerschaft der BRÜCKE einzusteigen. Der Islambeauftragte der bayerischen Landeskirche, Dr. Rainer Oechslen, begrüßte diese Lösung, denn damit könne „diese wichtige Dialogarbeit für Stadt und Religionsgemeinschaften“ fortgesetzt werden.
Näheres zum Begegnungszentrum die BRÜCKE-KÖPRU finden Sie unter www.bruecke-nuernberg.de/.


