Ansprechpartner vor Ort
Damit konkrete Projekte zugunsten Hochaltriger und dementer Menschen innerhalb des vielfältigen Aufgabenspektrums kirchengemeindlichen Lebens gelingen können, braucht es verantwortliche Kontaktpersonen, ein verlässliches Netzwerk (auch über interne Gemeindestrukturen hinaus), Kommunikationsorte (z.B. Kirchenvorstand, Treffpunkt Gottesdienst, kirchengemeindliche Kreise etc.) und Kommunikationswege (z.B. Gemeindebrief).
Vor Ort werden Pfarrer, hauptamtliche Seelsorgerinnen an Kliniken, Alten- und Pflegeheimen, Diakoninnen, Sozial- und Religionspädagogen, sowie nicht selten auch qualifizierte Ehrenamtliche (z.B. pensionierte Ärzte, Johanniter, Hospiz-Helfer, Leiterinnen und Leiter von Seniorenkreisen) die ersten Ansprechpartner für solche Initiativen sein. Natürlich kann nicht jede Gemeinde einen Schwerpunkt im Bereich der Betreuung von Hochaltrigen und dementen Menschen bilden. Durch Vernetzung mit lokalen Alzheimer Gesellschaften, örtlichen diakonischen Einrichtungen oder regionalen Initiativen wie dem Bündnis gegen Depression, z.B. auch durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten können Kirchengemeinden und Dekanatsbezirke aber helfen, Angebote wie Betreuungs- und Angehörigengruppen, Tanzcafes, Maltherapie, Erzählcafes etc. zu unterstützen.
Insbesondere kirchengemeindliche Diakonievereine und -stationen haben durch ihre ambulante Arbeit vielfältige Kontakte zu Betroffenen und Familien vor Ort. Auch könnte pro Dekanatsbezirk einmal im Jahr ein Gottesdienst für pflegende Angehörige angeboten werden.
Kirchengemeinden und Dekanatsbezirke können für die anstehenden Aufgaben zudem auch fachliche Unterstützung bekommen, beispielsweise bei der Arbeitsgemeinschaft Altenheimseelsorge in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern im Amt für Gemeindedienst, Nürnberg. Diese engagierte Bewegung aus Haupt- und Ehrenamtlichen ist seit 1995 dabei, Seelsorgerinnen und Seelsorger für den Einsatz in Alten- und Pflegeheimen zu gewinnen, zu qualifizieren, zu begleiten und fachlich wie geistlich miteinander zu vernetzen. Dazu richtet die Arbeitsgemeinschaft Regionalgruppen innerhalb der Landeskirche ein, die vor Ort und nahe bei den Menschen – den Hochaltrigen, ihren Angehörigen und Mitarbeitenden in der Pflege – seelsorgerlich tätig sind.
Kontaktadresse im Amt für Gemeindedienst, Nürnberg: Arbeitsgemeinschaft Altenheimseelsorge in der ELKB, Diakon Helmut Unglaub, Tel.: 0911/4316-263/- 223, eine E-Mail schreiben.



