Nachhaltig Leben
In Verantwortung für die Mitwelt leben, für die Bewahrung der Schöpfung und eine lebenswerte Zukunft auch unserer Kinder eintreten wird nur gelingen, wenn wir einen nachhaltigen Lebensstil entwickeln. Jede und jeder kann damit anfangen, es ist gar nicht so schwer. Auf dieser Seite geben wir Ihnen einige Tipps, wie Sie nachhaltig leben können.
Nachhaltig Ernähren
"Zukunftsfähige Ernährung" ist das Jahresthema der kirchlichen Umwelt- und Klimaarbeit. Das Umweltmagazin 52, das Sie in der Rubrik "Umweltmagazin/ Umweltbrief" zum Download finden, bietet Ihnen gute Anhaltspunkte, wie Sie mit Ihrem Lebensmittelkonsum zu Nachhaltigkeit beitragen können.
(Fast) alles rund um zukunftsfähige Ernährung
Ist „bio-regional-fair“ wirklich nicht teurer als konventionell? Wie kann ich gut nachhaltig kochen? Geht das auch in Großbetrieben oder im Kindergarten? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie auf den Seiten des Bundesprogramms Ökologischer Landbau der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: www.oekolandbau.de
Bio-regional-fair: ein Anhaltspunkt für nachhaltige Ernährung
Die drei Schlagworte "bio", "regional" und "fair" können eine erste Orientierung geben, wenn wir mit unserem Einkaufsverhalten zu Nachhaltigkeit beitragen wollen. Das heißt freilich, immer wieder abzuwägen: nicht alles, was "bio" ist, kommt auch aus der Region, und der Bauer in der Nachbarschaft zahlt seinen Erntearbeitern vielleicht keine "fairen" Löhne... Alle drei Worte sind freilich heute in aller Munde, so dass es sich auch nachzufragen lohnt, was dahinter steht. So garantiert zum Beispiel die neue Regionalmarke des Discounters Lidl "Ein gutes Stück Heimat" nur, dass die Milch aus bayerischen Privatmolkereien stammt und die Tiere artgerecht gehalten werden. Welchen Preis die Bauern für ihre Milch erhalten oder ob genveränderte Pflanzen in den Futtermitteln zu finden sind, darüber schweigt sich die Marke aus (http://www.ein-gutes-stueck-heimat.de/). Die Molkerei Gropper in Bissingen, welche die Milch für den Münchener Raum liefert, hat auf eine Anfrage des Beauftragten für Umwelt- und Klimaverantwortung lediglich zu der Frage nach dem Mehrpreis wie folgt Stellung genommen:
"Die Landwirte erfüllen erhöhte Anforderungen wie zum Beispiel zertifizierte QM-Milch, durchgehende Einstufung der Milch in die Güteklasse S und Milchviehhaltung im Laufstallsystem oder Weidehaltung. Für die Erfüllung dieser Qualitätskriterien erhalten die teilnehmenden bayerischen Bauern für jede von der Molkerei an LIDL gelieferte Verpackung einen zusätzlichen Aufschlag. Dieser gesondert gezahlte Aufschlag wird quartalsweise aufsummiert und jeweils zu Beginn eines neuen Quartals an die teilnehmenden bayerischen Bauern im Verhältnis zu der von ihnen jeweils gelieferten Milchmenge ausbezahlt. Dieser Betrag erhöht den von der Molkerei regulär gezahlten Milchauszahlungspreis. Der Anteil der Bayerischen Bauernmilch an der gesamten gelieferten Milchmenge wird für die an dem Qualitätskonzept 'Ein gutes Stück Heimat' teilnehmenden bayerischen Bauern transparent dargestellt und gesondert in der Quartalsabrechnung der Molkereien aufgeführt. Ein unabhängig bestellter Wirtschaftsprüfer prüft und stellt die Richtigkeit der Milchmengen und Vergütungen sicher. Der Aufschlag, den die Landwirte hier erzielen können, ist somit unmittelbar an das Volumen gekoppelt, das wir mit dem neuen Molkereiprodukte-Sortiment 'Ein gutes Stück Heimat' in den LIDL-Filialen verkaufen können."
Die "faire Milch", die durch die Milchvermarktungsgesellschaft MVS gegenwärtig beworben wird (http://www.die-faire-milch.de/) garantiert neben regionaler Herkunft und einem fairen Preis für die Bauern auch Gentechnikfreiheit. Lediglich bei "bio" bleibt die MVS etwas hinter dem Ideal zurück: die Aspekte des umweltgerechten Wirtschaftens können auch durch Engagement des landwirtschaftlichen Betriebes in Sachen Umweltschutz jenseits des Stalles gewahrt werden. Die Imker freut dennoch, dass ihre Bienen nun wieder ein paar mehr Felder ohne Gentechnik finden können: Biene Maja liebt faire Milch (Presseerklärung des Imkereiverbandes)
Marktmacht als VerbraucherInnen nutzen: Marktcheck Milch
Nachhaltig Einkaufen setzt Informationen voraus. Die Verbraucherzentrale Bayern hat die wichtigsten Anbieter von Milch befragt, wie bio, regional und fair ihre Produkte sind. Die ausführlichen Ergebnisse finden Sie auf den Seiten der Verbraucherzentrale Bayern. Eine gute Orientierungshilfe für einen nachhaltigen Einkauf!
Marktcheck Milch der Verbraucherzentrale Bayern
Nachwachsende Rohstoffe nutzen
Hausbau, Energie, Mobilität - in vielen Bereichen gibt es gute Möglichkeiten, nachwachsende Rohstoffe zu nutzen. Ausführliche Informationen zu Baumaterialien, Energielieferanten und vielem mehr finden Sie auf den Seiten der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e.V.: http://www.fnr.de/ In der dortigen Mediathek sind viele Publikationen, aber auch Arbeitshilfen z.B. für die Schule zum Download verfügbar.Klimaverträglich Reisen
Elektroauto, Wasserstoffantrieb etc. - über die Mobilität der Zukunft wird viel diskutiert. Tatsache ist, dass unsere gegenwärtigen Formen des Reisen zu einem erheblichen Teil des globalen CO2-Ausstoßes beitragen. Wer einmal auf einem CO2-Rechner (z.B. unter www.uba.de) seine eigene CO2-Bilanz berechnet hat, weiß, dass gerade Fernreisen einen erheblichen Einfluss auf das Klima haben.
Wer nicht auf Fernreisen verzichten kann oder will, hat aber immerhin die Möglichkeit, den CO2-Ausstoß zu kompensieren. Durch Aufforstungsprojekte und Ähnliches wird bei der Kompensation dazu beigetragen, dass mittelfristig das durch die Fernreise verursachte CO2 wieder gebunden wird.
Die Redaktion von "Abenteuer und Reisen" hat auf der Basis von Daten der Stiftung Warentest eine Übersicht über die unterschiedlichen Anbieter von Kompensationsleistungen zusammengestellt. Sie finden sie als jpg-Bild hier zum Download.
Klimaverträglich Leben
Nicht nur Mobilität produziert CO2. Alle Bereiche unseres Lebens sind daran beteiligt. In vielen Fällen hilft bewusstes Handeln, den CO2-Ausstoß zu verringern. Wo dies nicht gelingt, kann man über Kompensationsprojekte dazu beitragen, die Belastung für die Mitwelt zu verringern. Die Schweizer Umweltorganisation MyClimate (http://www.myclimate.org) bietet dazu einen Kompensationsrechner an, der die verschiedensten Lebensbereiche erfasst. Jede Woche finden Sie auf der Seite der Organisation auch einen neuen Klimatipp, der zum CO2-Sparen hilft.

