Was macht ein Diakon/ eine Diakonin?
Diakone und Diakoninnen arbeiten im Bereich der Diakonie in Einrichtungen der Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe, in der Resozialisierung sozial gefährdeter Jugendlicher und Erwachsener, in der Pflege, im Aufbau und in der Durchführung von sozialer Arbeit, aber auch im Bereich der Kirchengemeinden und Kirchenkreise in der Jugendarbeit und in der Jugendsozialarbeit der Evangelischen Jugend, in der Erwachsenenbildung, in Freizeit- und Bildungsstätten, in der Verwaltung und in der Alten- und Gemeindekrankenpflege. Die Diakone/ die Diakoninnen verstehen ihre Arbeit als die Verkündigung der Botschaft Jesu Christi in Wort und Tat.
Zulassung zur Ausbildung
Die Voraussetzungen hängen von der Ausbildungsform (Fachschule oder Fachhochschule) ab. An der Diakonenschule Rummelsberg, der Ausbildungsstätte für Diakoninnen und Diakone in Bayern, sind dies:
- ein Mindestalter von 17 Jahren
- Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche
- mindestens mittlerer Schulabschluss, allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife
Dauer und Gliederung der Ausbildung
In Verbindung mit der Diakonenschule Rummelsberg können neben der theologischen Ausbildung fünf Fachausbildungen absolviert werden. Die dreigliedrige Ausbildung baut sich wie folgt auf:
- Das Grundseminar im ersten Ausbildungsjahr bietet mit Praktika in unterschiedlichen diakonischen Feldern und einer theologischen Grundausbildung die Möglichkeit einer ersten beruflichen Orientierung. Das Grundseminar schließt mit der ersten Diakonenprüfung ab.
- Die Fachausbildung zum / zur Heilerziehungspfleger/in dauert drei Jahre und qualifiziert für die Arbeit mit behinderten Menschen. Ebenso kann innerhalb von drei Jahren eine Fachausbildung in der Krankenpflege oder in der Fachakademie für Sozielpädagogikeine Ausbildung zum / zur Erzieher/Erzieherin absolviert werden. Außerdem können Anwärter zum Diakon/ zur Diakonin an der Evangelischen Fachhochschule in sieben Semestern Sozialpädagogik oder Sozialwirtschaft studieren, die jeweils mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen wird.
- Das Oberseminar bietet im letzten Ausbildungsjahr in zwei Semestern eine weiterführende Ausbildung für die Arbeit im kirchlich/diakonischen Bereich. Inhaltliche Schwerpunkte sind dabei theologische und dogmatische Grundlagen, ethisch/diakonische Fragestellungen und besonders auch die Ausbildung in Seelsorge und Verkündigung. Das Oberseminar schließt mit der zweiten Diakonenprüfung die Ausbildung ab.
Die erste Stelle wird im Dialog mit der Leitung der Gemeinschaften gefunden.
Diakoninnen und Diakone werden von der bayerischen Landeskirche in ein öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis übernommen.
Besonderheiten der Diakonenschule Rummelsberg
Das Leben während der Ausbildung (= Ausbildungsgemeinschaft) ist geprägt vom Zusammenleben aller Studierenden – in den Häusern (Haus der Diakoninnengemeinschaft, Brüderhaus, Wohngemeinschaften in Rummelsberg und Nürnberg, sowie anderen Wohnungen etwa für Verheiratete). Die Ausbildungsgemeinschaft gestaltet ihr geistliches Leben eigenverantwortlich. Seelsorge findet untereinander und mit der Leitung der Gemeinschaften statt.
Kontakt:
Diakonenschule Rummelsberg
Rummelsberg 35
90592 Schwarzenbruck
E-Mail: info@diakon.de
Internet: www.diakon.de


