Synodalpräsidentin gegen Fanatismus

"Wir schauen nicht weg!"

Synodalpräsidentin Annkathrin Preidel

Unterstützung für bedrängte Christen: Synodalpräsidentin Preidel

Bild: ELKB / Rost

Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel wandte sich jüngst bei einer Kundgebung für Religionsfreiheit im oberpfälzischen Neumarkt gegen eine „Religion der Gewalt, der Ausgrenzung und des Fanatismus“.

Preidel stellte klar, dass die Religion missbraucht werde, wenn im Namen der religiösen Wahrheit Andersgläubige verfolgt oder getötet werden. Aus christlicher Sicht, so die Synodalpräsidentin weiter, sei die Wahrheit „der Friede, die Liebe und die Versöhnung“. Jesus, der Sohn Gottes, wurde selbst am Kreuz zum Opfer der Gewalt.

Zitat

Oasen des interreligiösen Miteinanders entstehen lassen"

Annkathrin Preidel

Sie habe einen Traum, sagte Preidel. Den Traum, „dass Christen, Muslime und Juden eines Tages in den Staaten des Nahen und Mittleren Ostens so zusammenleben, dass sie einander nicht nach ihrer Religionszugehörigkeit beurteilen“, und dass „in der Wüste des Terrors“ einladende und inspirierende „Oasen des gelingenden interreligiösen Miteinanders entstehen“.

Auch wenn dieser Traum noch unrealistisch sei, halte sie daran fest, so Preidel. Denn eines Tages werde sich die visionäre Kraft als stärker erweisen als die gegenwärtige Gewalt.

Am Ende rief sie den bedrängten Christen in aller Welt zu: „Wir schauen nicht weg! Wir stehen hinter euch! Wir leiden mit euch! Wir beten für euch!“


30.07.2014 / Johannes Minkus
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