Im Dekanat München

Wohnraum für Flüchtlinge gesucht

Der Infopoint der Inneren Mission  in München

Organisierte Hilfe: In Bahnhofsnähe befindet sich der Infopoint der Innerern Mission in München. Die Mitarbeitenden geben Auskunft darüber, wo und wann wie viele helfende Hände benötigt werden.

Bild: ELKB

München ist aktuell die zentrale Anlaufstelle für Flüchtlinge, die über Ungarn und Österreich einreisen. Das Dekanat München sucht deshalb dringend Wohnraum für die vielen Menschen.

München ist aktuell die zentrale Anlaufstelle für Flüchtlinge, die über Ungarn und Österreich einreisen. Tausende Flüchtlinge kamen hier allein am letzten Wochenende an. In dem überwältigenden ehrenamtlichen Engagement vieler freiwilliger Helferinnen und Helfer wird eine großartige Willkommenskultur sichtbar.

Es gibt verschiedene Helferaufgaben, die von unterschiedlichen Initiativen und Verbänden koordiniert werden. Im Bereich der Evang. Kirche ist es die diakonia (Kleiderversorgung und Sortierung, siehe Aktuelles) und die Innere Mission München am Hauptbahnhof. Für die Mitarbeit am Bahnhof können sie sich bei der Innere Mission im Internetkalender eintragen.

Die Innere Mission und die Johanniter betreuen eine neue Notunterkunft für Flüchtlinge in Dornach (Aschheim). Seit Samstagmittag sind die Johanniter aus München und Ottobrunn im Einsatz, um in der Notunterkunft auf dem Gelände der Messe den in München ankommenden Flüchtlingen zu helfen.

Für die Kirchengemeinden, Dienste und Werke in der Region München ist die Bereitstellung von Wohnraum und die Zusammenarbeit mit den dezentralen Unterkünfte in den Stadtteilen und Kommunen die zentrale Herausforderung für die nächsten Wochen und Monaten. Die Dekanatssynode und das Leitungsgremium werden sich zum wiederholten Male mit dem Thema in den nächsten Sitzungen am 22.09. und 6.10. auseinandersetzen.

"Händeringend nach Wohnraum gesucht"

Aktuell ruft Barbara Kittelberger, Stadtdekanin von München, sämtliche Kirchengemeinden im Dekanatsbezirk ebenso wie die Einrichtungen und Dienste auf, zu prüfen, ob kirchliche Räume, zum Beispiel in Gemeindehäusern, leerstehende Pfarrhäuser oder Tageseinrichtungen kurzfristig als Unterkunft zu Verfügung gestellt werden können; alle nötigen Informationen seien über die Prodekanate zu erhalten, so Kittelberger. "Viele anerkannte Asylbewerber leben auch nach Ihrer Anerkennung noch in den Unterkünften, weil sie keine Wohnung gefunden haben. Deshalb suchen die Kommunen händeringend nach Wohnungen oder Zimmern - deshalb die dringende Bitte an alle, wenn Sie leerstehenden Wohnraum selbst besitzen oder jemanden kennen, der Wohnraum zur Verfügung stellen kann, melden Sie sich im Pfarramt oder im Prodekanat /Dekanat. Dort können wir Sie an die richtigen Stellen weitervermitteln", bekräftigt die Stadtdekanin.

Kittelberger dankt zudem "für die vielen Kleider- und Sachspenden, die in den letzten Tagen bei diakonia, eine Gesellschaft der Inneren Mission und des Dekanatsbezirks, eingegangen sind. Aktuell werden keine Kleider- und Sachspenden angenommen, denn erst muss sortiert werden. Dafür werden Ehrenamtliche gesucht." Ebenso würden Helfer gesucht, um die Flüchtlinge am Hauptbahnhof willkommen zu heißen; hierzu werde die Innere Mission gemeinsam mit dem Dekanat einen eigenen Dienst koordinieren und mit haupt- und ehrenamtlichen Kräften besetzen.


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