Aktion "Gott-sei-Dank-Brot"-2015

"Weniger kaufen, statt verkommen lassen"

Gruppe von Menschen

"Gott-sei-Dank-Brot" 2015: Die Bayreuther Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner (Mitte bzw. 7. von links) eröffnete die diesjährige Aktion am vergangenen Freitag in der Bäckerei-Konditorei "Café Schmittinger" im oberfränkischen Scheßlitz.

Bild: (c) Wolfgang Lammel / Evangelisches Sonntagsblatt

Gegen Lebensmittelverschwendung in Deutschland hat sich die Bayreuther Regionalbischöfin Greiner jetzt zur Eröffnung der "Gott-sei-Dank-Brot"-Aktion 2015 im oberfränkischen Scheßlitz stark gemacht.

"Wir haben knapp eine Milliarde Hungernde bei einer Weltbevölkerung von 7,1 Milliarden. Doch: ,Es gibt genug Nahrungsmittel für 12 Milliarden Menschen.' – so wörtlich Brot für die Welt entsprechend dem Weltagrarbericht 2012." Mit diesen Worten wies Dr. Dorothea Greiner auf die in Deutschland vorherrschende Lebensmittelverschwendung hin. Die Bayreuther Regionalbischöfin thematisierte das Problem anlässlich der Eröffnung der "Gott-sei-Dank-Brot"-Aktion 2015, die am vergangenen Wochenende in der Bäckerei-Konditorei "Café Schmittinger" in der oberfränkischen Stadt Scheßlitz stattgefunden hat, das "Café Schmittinger" ist eine der Bäckereien, die an der Aktion "Gott-sei-Dank-Brot" 2015 teilnehmen und in denen das aktuelle "Gott-sei-Dank-Brot" ab sofort verkauft wird.

In Deutschland werden pro Jahr circa 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen", führte Greiner weiter aus. Allein die weggeworfenen Lebensmittel der USA und Europas würden reichen, um alle Hungernden siebenmal satt zu bekommen, so die Aussage von Brot für die Welt.

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"Unser Umgang mit unseren Lebensmitteln wird umso brisanter", so Greiner, "als manchen Geflüchteten vorgeworfen wird, sie kämen nur aus wirtschaftlichen Gründen." Die Regionalbischöfin forderte vor diesem Hintergrund dazu auf, in Deutschland anders zu leben. "Weniger kaufen, statt verkommen zu lassen. Reste essen und verwerten, weil sie wertvoll sind." Was wir tun "in unseren Küchen, ist nicht trennbar von den leeren Töpfen in den Flüchtlingsunterkünften", unterstrich Greiner. Die Lebenskunst der Christen bestehe zu einem wesentlichen Anteil auch darin, "dankbar zu sein, für das was sie haben". Wer bete bei jedem Essen und wer danke, dessen Umgang mit dem Essen werde bewusster werden. "Darum legen wir bei unserer 'Gott-sei-Dank-Brot'-Aktion auch Kärtchen mit Tischgebeten in die Bäckereien."

Gottesdienste und Aktionen gemeinsam mit örtlichen Bäckereien

Die bewährte "Gott-sei-Dank-Brot"-Aktion findet wie jedes Jahr um das Erntedankfest (4. Oktober) herum statt, bietet den an der Aktion teilnehmenden Bäckereien ein "Gott-sei-Dank-Brot" zum Verkauf an und lädt so zum bevorstehenden Erntedankfest ein.

Die Kirchengemeinden und Pfarrgemeinden werden gebeten, am Erntedankfest oder in der Folgezeit Gottesdienste und Aktionen zusammen mit den örtlichen Bäckereien zu gestalten. In diesem Jahr tragen neben der evangelischen und katholischen Kirche und den oberfränkischen Bäckerinnungen als Projektpartnern auch die Evangelische Landjugend (ELJ), die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) und die Landjugend Bezirk Oberfranken das Projekt aktiv mit.


21.09.2015 / ELKB / Poep