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Predigten zu Weihnachten

Chistbaumkugel

Weihnachten ist vorbei - die Friedensbotschaft währt hoffentlich noch länger

Bild: © iStockphoto / ThomasVogel

Gott wird Mensch - diese Botschaft war an Weihnachten von allen bayerischen Kanzeln zu hören. Die Predigten des Landesbischofs und der Regionalbischöfinnen und -bischöfe finden Sie hier zum Download.

Im Zentrum der meisten Predigten stand dabei die Herausforderung der aktuellen Flüchtlingssituation. Das neue Jahr 2016 werde „eine Bewährungsprobe“ für Deutschland sein, so Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in seiner Weihnachtspredigt am ersten Weihnachtsfeiertag in der Münchner St. Matthäuskirche. Zwar sei im Jahr 2015 bereits „Unglaubliches bewältigt“ worden durch die Aufnahme von 1 Million Flüchtlingen. Doch niemand wisse, wie sich die Lage entwickeln werde. Viele Faktoren seien nur bedingt beeinflussbar.

Alle Weihnachtspredigten zum Herunterladen

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

Heinrich Bedford-Strohm,© ELKB
"Ich wünsche mir in Deutschland eine neue Glaubenskraft. Ich wünsche mir in Deutschland, dass mit neuer Inbrunst gebetet wird. Ich wünsche mir in Deutschland eine neue Dankbarkeit für den Reichtum und den Segen, den Gott uns jeden Tag schenkt." Aus der Weihnachtspredigt in St. Matthäus.

Die Predigt zum Nachlesen als PDF

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler

Susanne Breit-Keßler,© ELKB / Poep
 "Wie kommt denn Gott zur Welt, wie kann er Menschenskind werden - heute am Heiligen Abend? Wie kann es geschehen, dass wir Weihnachten spüren, wirklich fühlen mit Haut und Haaren? Mit Herz und Verstand, mit Leib und Seele." fragte die Münchner Regionalbischöfin und ständige Vertreterin des Landesbischofs, Susanne Breit-Keßler in ihrer Weihnachtsansprache am Heiligen Abend (Hier als PDF). Wer sich über Überraschungen freut, der ist in Kopf und Herz offen und weit, predigte die Regionalbischöfin am  ersten Weihnachtsfeiertag in der Christuskirche. Mit den vielen Menschen, die nach Deutschland geflohen seien, sei das Unerwartete in unseren Alltag gekommen. "Das ist eine innige Verbindung zur Weihnachtsbotschaft." Denn Gott selbst sei "pure Überraschung", das Unerwartete komme mit ihm in unser Leben. Zum Mitschnitt des Gottesdienstes in der BR-Mediathek.

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Regionalbischöfin Gisela Bornowski

Regionalbischöfin Gisela Bornowski,© (c) Kirchenkreis Ansbach-Würzburg
"Gott bleibt nicht fern und fremd. In Jesus Christus kommt er uns nah und wird uns zum Freund." fasste die Regionalbischöfin von Ansbach-Würzburg, Gisela Bornowski die Weihnachtsbotschaft aus dem Titusbrief zusammen. In Jesus komme Gott "herunter in meine Tiefe, in meinen Stall, in meinen Staub und in den Mist, den ich manchmal auch produziere. Er ist sich nicht zu schade für meinen Alltag und meine Unordnung. Er kommt, egal wie es in mir aussieht."

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Regionalbischöfin Elsabeth Hann von Weyhern

Elisabeth Hann von Weyhern, Regionalbischöfin im Kirchenkreis Nürnberg,© (c) ELKB / Poep
"Sorgen wir dafür, dass in der Welt Menschenliebe und Freundlichkeit ihren Platz finden und behalten“, forderte Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern in ihrer Weihnachtspredigt in Nürnberg St. Sebald. Das Klima in der Gesellschaft, auf den Straßen, in den öffentlichen Diskussionen, vor allem aber in der Anonymität des Netzes sei rauer geworden.  Deshalb brauche die Gesellschaft "in ihrer Mitte Menschen mit einer Mitte.“ Eine solche gute Mitte sei die Weihnachtsgeschichte mit ihrer Botschaft vom menschenfreundlichen Gott.

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Regionalbischöfin Dorothea Greiner

Dorothea Greiner,© ELKB / Poep
Ausgehend von der alten Legende von Eva an der Krippe entfaltete Regionalbischöfin  Dorothea Greiner in ihrer Weihnachtspredigt in der Stadtkirche Bayreuth die Botschaft von der Menschenfreundlichkeit Gottes. " Die Menschenliebe Gottes gilt nicht dem, was ein Mensch getan oder nicht getan hat, sondern gilt dem Menschen. Die Liebe Gottes gilt nicht dem Bild das ein Mensch von sich aufgebaut hat, sondern gilt dem Menschen."

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Regionalbischof Michael Grabow

Regionalbischof Michael Grabow,© Kirchenkreis Augsburg
Die Weihnachtsgeschichte erzähle von Entwurzelten, Heimatlosen und Flüchtlingen, predigte Regionalbischof Michael Grabow an Heiligabend in Krumbach (hier als PDF). Sie dürften erleben: "Wo Gott ist, da ist Heimat." Um das "Jauchzen" aus dem Weihnachtsoratorium ging es am Ersten Weihnachtsfeiertag in Augsburg St. Anna. Grabow: "Wenn wir uns die weihnachtliche Freude verderben lassen, dann tun wir ungewollt genau das, was die Terroristen erreichen wollen: wir lassen uns verunsichern und geben das auf, was uns wichtig ist, unsere Freiheit, unsere Werte und unsere Feste. Darum können und dürfen wir auch in diesem Jahr weihnachtlich mit den Engeln jauchzen und jubilieren."

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Regionalbischof Hans-Martin Weiss

Regionalbischof Hans-Martin Weiss,© Kirchenkreis Regensburg
"Es ganz einfach Weihnachten werden lassen", das wollte Regionalbischof Hans Martin Weiss in seiner Predigt an Heiligabend in der Dreieinigkeitskirche in Regensburg. Dazu brauche es allerdings Aufmerksamkeit für die Bitten Gottes. So die Bitten " Fürchtet Euch nicht!" und "seid nüchtern und wacht!" Es sei wichtig, dass beides in der Bibel angesprochen werde: "das, was uns die Beklemmung und die Besorgnisse nimmt" und das, "was es uns zur Pflicht macht, genau hinzuschauen".  Weiss: "Furchtlos sein, realistisch die Dinge sehen wie sie sind – das sind für mich die Voraussetzungen dafür, ein Leben anzustreben, das man besonnen, gerecht und fromm nennen kann."

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Regionalbischof Stefan Ark Nitsche

Stefan Ark Nitsche, Regionalbischof im Kirchenkreis Nürnberg,© (c) ELKB / Poep
„Die Weihnachtsgeschichte führt direkt hinein in den wahren Plan für diese Welt“, predigte Nürnbergs Regionalbischof Stefan Ark Nitsche im Festgottesdienst am Zweiten Weihnachtsfeiertag in St. Egidien. In doppelter Weise lasse Gott seine Welt nicht im Stich: "Er bleibt ihr als Schöpfer verbunden und er will Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für seinen Plan gewinnen. Deshalb ist der Ruf in die Freiheit für uns Menschen immer auch ein Ruf in die Verantwortung.“

Die Predigt als PDF

Eines sei klar, so Bedford-Strohm: Im kommenden Jahr „werden wir viel investieren müssen an Zeit und Geld, um die Menschen, die schon hier sind, zu integrieren und diejenigen, die noch kommen, weiter aufzunehmen“. Über der Hilfe für die Flüchtlinge dürften keinesfalls die Einheimischen in sozialen Notlagen vergessen werden, betonte der Landesbischof. Die Weihnachtsbotschaft sei wichtiger denn je, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Denn weil an Weihnachten Gott selbst Mensch geworden ist, darum „begegnet uns Gott in unserem Bruder und unserer Schwester in Not“. Eine stärkere Quelle mitmenschlicher Empathie könne es nicht geben, sagte der Landesbischof.

26.12.2015 / ELKB