40 Jahre Umweltarbeit in der ELKB

Klimaverantwortliches Wirtschaften

Erdkugel, bestehend aus Puzzleteilen

Die kirchliche Klimaarbeit fördert den bewussten Umgang mit der Umwelt.

Bild: iStockPhoto / gmutlu

Seit 40 Jahren gibt es die institutionell verankerte Umwelt- und Klimaarbeit der Landeskirche. Das Jubiläum wird mit einer Festveranstaltung am 19. Juli in der Fürther Kirche St. Paul gefeiert.

Seit im Mai 1974 SiegfriedPallmann als ersterUmweltbeauftragter der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) eingesetzt wurde, hat sich vieles verändert. Waren in den ersten Jahren verschmutze Luft und Gewässer, das Waldsterben und die Risiken der Kernkraft zentrale Themen, stellte Pallmanns Nachfolger, der 1991 zum Umweltbeauftragten ernannte Pfarrer Reiner HennigArtenvielfalt, ökologischen Landbau und nachhaltigen Lebensstil in das Zentrum seiner Arbeit. Mit bayerischen Kirchengeldern wurde damals in Thüringen ein Windrad mit einer Leistung von 1,3 Megawatterrichtet.In der Diskussion um den Donauausbau rückten Fragen der umweltverträglichen Mobilität und einer Schöpfungsspiritualität in den Blick von Gerhard Monninger, dem Umweltbeauftragter von 2003 bis 2009. Schwerpunkt des derzeitigen Umweltbeauftragten Wolfgang Schürger ist die Arbeit mit Kirchengemeinden. Projekte wie der „Klimacheck Sparflamme“ und die Öko-Zertifizierung „Grüner Gockel“ helfen Gemeinden, durch sorgfältiges Heizen, sparsamen Stromverbrauch und regionales Einkaufen möglichst umwelt- und klimafreundlich zu wirtschaften.

Bei dem Jubiläumsfestakt, der um 14 Uhr in der Fürther Kirche St. Paul beginnt,blicken Pallmann,Hennig und Monninger auf die vergangenen 40 Jahre und die Schwerpunkte der Umweltarbeit zurück. Im Anschluss diskutieren unter Moderation von Pfarrerin Ulrike Schorn Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel, Ministerialdirigentin Monika Kratzer (Umweltministerium), Sebastian Schoenauer (stellvertretender Vorsitzender des Bund Naturschutz), Christof Illig (landeskirchliches Baureferat) und der Umweltbeauftragte der bayerischen Landeskirche, Pfarrer Wolfgang Schürger, über die aktuelle Bedeutung kirchlicher Umwelt- und Klimaarbeit für Bayern.

„Wir dürfen nicht einfach unbeschwert auf Kosten anderer Länder und der nachfolgenden Generationen leben. Immer mehr Menschen begreifen das,“ betont Oberkirchenrat Detlev Bierbaum, der um 16 Uhr im Jubiläumsgottesdienst die Predigt halten wird. Für Bierbaum ist das kirchliche Engagement für Umwelt und Klima verankert im Auftrag Gottes an die Menschen, die Möglichkeiten der Schöpfung zu nutzen und sie gleichzeitig für die nachfolgenden Generationen zu bewahren.Beim anschließenden Empfang wird unter anderen ein Grußwort des bayerischen Umweltministers Marcel Huber erwartet.

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Neben dem Umweltbeauftragten und der Arbeitsstelle Klimacheck und Umweltmanagement engagieren sich 900 ehrenamtliche Umweltbeauftragte in den Kirchengemeinden, 52 Dekanatsbeauftragte, 14 Kirchenkreisbeauftragte sowie 14 aktive Umweltberater für den Umwelt- und Klimaschutz im Raum der bayerischen Landeskirche.