Vesperkirche Schweinfurt

Gute und einzigartige Begegnungen

Vesperkirche Schweinfurt 2016

Die Vesperkirche gelang auch dieses Jahr ganz maßgeblich durch das außergewöhnliche Engagement der vielen ehrenamtlichen Gastgeberinnen und Gastgeber, die gut 5500 Stunden für die Gäste im Einsatz waren.

Bild: Dekanat Schweinfurt

250 ehrenamtliche Gastgeberinnen und Gastgeber haben in den vergangenen 22 Tagen täglich gut 400 Gäste bei der Vesperkirche begrüßt. Die Kooperationspartner Kirche und Diakonie sind sehr zufrieden. 

Mit einem Abendmahlsgottesdienst in St. Johannis ging am vergangenen Wochenende die zweite Schweinfurter Vesperkirche "Miteinander für Leib und Seele" zu Ende. „Im Schnitt wurden pro Tag 450 Gäste bewirtet, das macht insgesamt 10.000 Essen und 550 selbst gebackene, spendierte Kuchen. Jeweils rund 50 von insgesamt 250 Ehrenamtlichen waren tagtäglich im Einsatz, was umgerechnet 5500 Stunden „Gotteslohn“ bedeutet, - der jüngste Helfer im Alter von 13, der älteste mit über 80 Jahren“, erläutern die Verantwortlichen.

Die Vesperkirche gelang auch dieses Jahr ganz maßgeblich durch das außergewöhnliche Engagement der vielen ehrenamtlichen Gastgeberinnen und Gastgeber, die gut 5500 Stunden für die Gäste im Einsatz waren. Dekan Oliver Bruckmann und Pfarrer Jochen Keßler-Rosa von der Diakonie Schweinfurt lobten die große Einsatzfreude der Helferinnen und Helfer. Darunter seien auch wieder Gruppen aus verschiedenen Schweinfurter Schulen gewesen, die mit ihrer Freundlichkeit die Herzen der Gäste gewonnen hätten.

Die warme, anheimelnde Kirche, der spürbar wehende Geist der Begegnung und Gemeinschaft, das routinierte und bis zuletzt hoch motivierte Serviceteam, natürlich auch das preiswerte Essen und vieles andere mehr trugen mit zum Gelingen bei.

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Die Kooperationspartner Kirche und Diakonie sind sehr zufrieden. Viel wichtiger als die Anzahl der Gäste war den Veranstaltern, dass es an den Tischen und im Café-Bereich über alle gesellschaftlichen Grenzen hinweg zu guten und einzigartigen Begegnungen und Gesprächen kam. Menschen von ganz unterschiedlicher Herkunft haben einander getroffen, gegessen und miteinander ein Stück Leben geteilt. Dass niemand ausgeschlossen war, lag an dem niedrigen Preis von nur 1,50 Euro (50 Cent für Kinder), der für Essen und Kuchenbuffet zu entrichten war.

Jeden Tag gab es wieder unterschiedliche soziale, diakonische und seelsorgerliche Angebote und Gespräche, die gut angenommen wurden. Verschiedene soziale Dienste aus der Region haben die Gelegenheit genutzt, über ihre Arbeit zu informieren.

In den begleitenden Abendveranstaltungen fanden die Benefizkonzerte des Gospelchors Bridge to a Prayer und der Pfarrerinnen und Pfarrer großen Zuspruch. Einen sehr nachdenklichen Akzent gab der Literatur- und Gesprächsabend mit dem afghanischen Flüchtling Hassan Ali Djan, der von seinen Fluchterfahrungen und seiner Integration in Deutschland berichtete. Die sonntäglichen Gottesdienste und das tägliche Wort in der Mitte standen für den geistlichen und spirituellen Rahmen der Vesperkirche.

Die Atmosphäre in der Vesperkirche war von einem sehr guten Geist geprägt, findet Keßler-Rosa, und verweist auf zahlreiche beeindruckende sehr persönliche Geschichten: Eine einsame alte Dame trifft in der Kirche eine hilfsbereite jüngere Frau aus der Nachbarschaft, und die beiden verabreden regelmäßige Besuche; ein Ehepaar feiert seinen 51. Hochzeitstag am „Ort des Geschehens“ mit allen Besuchern der Vesperkirche; Schulkameraden treffen sich nach Jahrzehnten wieder, und andere entdecken neu, wie schön es ist, mal mit jemandem am Esstisch zu plaudern. Auch die hervorragende Organisation der Vesperkirche wurde von vielen Gästen betont, zahlreiche kleine Dankgeschenke zeigen das. Wieder wurden über 500 Kuchen gespendet und genussvoll aufgegessen.

„Auch wenn wir noch etwa ca. 10.000,- Euro an Spenden brauchen, hoffen wir auf eine ausgeglichene Rechnung“ meint Bruckmann zuversichtlich. Im kommenden Jahr soll es nach Möglichkeit wieder eine Vesperkirche geben, kündigen die Verantwortlichen an, verweisen allerdings auf die Auswertungsgespräche der neuköpfigen Projektgruppe im März. Zunächst aber freuen sich die Gastgeberinnen und Gastgeber auf ihre Abschlussfeier am 2. März 2016.

 


10.02.2016 / Dekanat Schweinfurt