Landesbischof in der ARD-Themenwoche

TV-Tipp: Was ist eigentlich Toleranz?

Logo der Themenwoche Toleranz

Anregen zum Nachdenken, Sensibilisieren für Fragen, Ermuntern zum Diskutieren: Die ARD-Themenwoche will Zuschauern und Zuhörern das Thema Toleranz für alle Sinne nahe bingen.

Bild: (c) www.ard-foto.de

Ein Spielfilm und eine Dokumentation versprechen einen interessanten Fernsehfreitag: Nach dem Film "Toleranz" zeigt ARD-Alpha eine wissenschaftliche Annäherung an das Thema - auch mit dem Landesbischof.

Was tun, wenn der eigene Freund in einer rechtsradikalen Partei ist? Mit dieser Frage wird die angehende Handballnationalspielerin Karo auf dem Höhepunkt ihrer sportlichen Karriere konfrontiert. Im Rahmen der ARD-Themenwoche „Anders als Du denkst“ zeigt ARD-alpha am Freitag, 21. November um 20.15 Uhr im Fernsehfilm "Toleranz" von Marc-Andreas Bochert, wie Mannschaft und Verein, Karos Familie und nicht zuletzt sie selbst auf eine harte Probe gestellt werden.

Im Anschluss daran wird es wissenschaftlich: Eine Dokumentation von Linda Hofmeier und Janina Janka nähert sich dem Toleranzbegriff aus historischer, soziologischer, philosophischer, theologischer, rechtlicher und naturwissenschaftlicher Sicht. "Warum ist die gesellschaftliche Realität oftmals toleranter als die Rechtsprechung? In welchen Fällen ist das Gegenteil der Fall? Welche Stufen der Toleranz unterscheidet die Philosophie? Warum besteht in puncto Toleranz immer noch ein Missverhältnis zwischen philosophischem Anspruch und politischer oder gesellschaftlicher Realität? Wie toleranzfähig sind Religionen? Und: Können wir Toleranz auch lernen?" Fragen wie diese sollen zu einer aktuellen Bestandsaufnahme des europäischen Toleranzbegriffes führen. Dabei werden interdisziplinäre Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet.

Sieben renommierte deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stehen dazu Rede und Antwort:

Landesbischof Professor Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Professor Dr. Dr. Gunther Wenz vom Institut für Fundamentaltheologie und Ökumene der Ludwig-Maximilians-Universität München, Professor Dr. Dr. Ino Augsberg vom Lehrstuhl für Rechtsphilosophie und Öffentliches Recht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Professor Dr. Rainer Forst vom Institut für Politikwissenschaft und Philosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, Professor Dr. Andreas Kaplony vom Lehrstuhl für Arabistik und Islamwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Dr. Charlotte Knobloch von der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Professor Dr. Armin Nassehi vom Institut für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Dr. Gabriele Rüttiger vom Erzbischöflichen Ordinariat München und Dr. Hanna Ziegert, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie München.


21.11.2014 / Anne Lüters
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