Triennale für zeitgenössische Kunst

Gott und die Welt

GOTT UND DIE WELT Juliane Schölß, ZwischenRaum, Installation, Pappmodelle, 2015 (Johanniskirche ). Foto Annette Kradisch

Die Installation ZwischenRaum von Juliane Schölß wird bei der Triennale in der Johanniskirche in Schweinfurt zu sehen sein.

Bild: Anette Kradisch

Am 29. Oktober 2015 wurde die Triennale Schweinfurt für zeitgenössische Kunst III eröffnet. 19 Künstlerinnen und Künstler positionieren sich zum Thema Gott und die Welt.

Zeitgenössische Kunst aus Franken ist vom 30. Oktober 2015 bis 13. März 2016 in der Kunsthalle in Schweinfurt zu sehen. Im Rahmen der 3. Triennale Schweinfurt präsentieren

Matthias Böhler & Christian Orendt, Felix Boekamp, Meide Büdel, Carlos Cortizo, Malika Eilers, Vroni Hammerl, Hubertus Hess, Werner Knaupp, Margarethe Kollmer, Stefan Lautner, Gerhard Mayer, Renate Nagy, Bernd Rummert, Jasmin Schmidt, Juliane Schölß, Kirill Schröder, Matthias Ströckel und Florian Tuercke ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit.

Das Thema dieser Triennale III ist mit „Gott und die Welt“ umschrieben. Die Ausstellung will gleichsam im Rahmen der Reformationsdekade eine Finissage zum Themenjahr 2015 „Bild und Bibel“ sein und überleiten zum Thema „Gott und die eine Welt“ für das Jahr 2016.

„Gott und die Welt eignet sich gut für eine Gruppenausstellung, in der sowohl ein Querschnitt qualitätvoller Kunst aus dem fränkischen Raum als auch die Vielfalt künstlerischen Schaffens durch viele Kunstgattungen aufgezeigt wird“, so der Kurator der Ausstellung, der Kunstreferent der bayerischen Landeskirche Helmut Braun. Inhaltlich werde die Frage aufgeworfen, ob in künstlerischen Arbeiten spirituelle oder religiöse Erfahrungen ablesbar, vermittelbar oder gar erlebbar sind.

Mehr zum Thema

„Der Fokus liegt auf dem „UND“ im Titel. Es wird der Frage nachgegangen, wie sich Gott und die Welt möglichweise berühren, verbinden und durchdringen“, so Braun. „Leben ist grundsätzlich und in einer Vielzahl von Momenten von einer Kraft, Energie oder Qualität durchdrungen, die ganz unterschiedlich erfahren wird und die individuell als göttlich bezeichnet werden kann. So gesehen ist Göttliches immer Moment der Welt.“ Dem nachzuspüren und in künstlerischen Haltungen zu deuten sei Anliegen der Ausstellung.

19 Künstlerinnen und Künstler positionieren sich in der Kunsthalle Schweinfurt in ganz unterschiedlichen Darstellungsweisen in Plastik, Skulptur, Zeichnung, Malerei, Raum-, Klang- und Lichtinstallationen. Braun: „Bei der Auswahl der Künstler ging es immer um Innovation und Experiment, um – wie es im Vorwort der Triennale I bereits 2009 formuliert war – „eine hochaktuelle Momentaufnahme der Kunst“ unter einer ebenso aktuellen und existenziellen Fragestellung zu präsentieren.“


28.10.2015 / ELKB