Erschütterung über den Terror in Paris

"Es ist jetzt Zeit zu beten"

Drei Kerzen in der Dunkelheit

Vielerorts zünden Menschen jetzt kerzen für die Opfer in Paris an. Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm: "Wo die Worte über die unfassbaren Taten versagen, ist für uns Christen Zeit zu beten."

Bild: iLkay BarLas

 Mit Erschütterung und dem Aufruf zum Gebet haben die Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche auf die Terroranschläge in Paris reagiert.

„Wir sind tief erschüttert über die hasserfüllte Welle der Gewalt in Paris", erklärten der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. In diesen Stunden gelte die Anteilnahme den Opfern und ihren Angehörigen. "Wo die Worte über die unfassbaren Taten versagen, ist für uns Christen Zeit zu beten. Wir beten für die Opfer!"

Die Anschläge von Paris seien letztlich ein Anschlag auf alle Menschen und auf Europa, so die beiden Kirchenvertreter. "Als Christen und über Religionen und Weltanschauungen hinweg werden wir trotz des Terrors zusammenstehen.“ Von einem "rabenschwarzen Tag" sprach auch die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Sie trauere mit denen, die Tote zu beklagen haben "und hoffe darauf, dass dieser Terror sein letztes Ziel, uns Krieg aufzuzwingen, nicht erreicht."

Auf Facebook teilte der Landesbischof ein Gebet, das zu Beginn des Ausschusstages der Landessynode in Nürnberg gesprochen wurde:

"Herr, unser Gott!
Wir stehen traurig und fassungslos vor dir.
Nun sind es weit mehr als hundert,
die heute Nacht in Paris
der Barbarei des Terrors zum Opfer gefallen sind.
Unsere Gedanken sind jetzt bei ihnen,
bei ihren Angehörigen und bei ihren Freunden.
Wir machen uns Sorgen um die Zukunft
unserer offenen Gesellschaft
und um die Zukunft der freien, menschlichen Welt.
Herr, unser Gott!
Erbarme dich der Toten! erbarme dich deiner Welt
und erlöse uns von dem Bösen..."


14.11.2015 / ELKB
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