Nürnberg: Aktion zum 10. Dezember

Asylpolitik an den Menschenrechten ausrichten

Das Bild zeigt Menschen unterschiedlicher Nationen, die mit Trommeln vor der Nürnberger St. Klarakirche sitzen und an den Tag der Menschenrechte erinnern.

Selbst Regen konnte sie nicht abhalten: Christinnen und Christen aus Nürnberg erinnern gemeinsam mit Flüchtlingen an die Bedeutung der Menschenrechte.

Bild: Mission EineWelt

Mit einer Straßenaktion und Trommelklängen haben evangelische und katholische Christen verschiedener Organisationen in Nürnberg auf den Internationalen Tag der Menschenrechte aufmerksam gemacht.

„Menschen auf der Flucht“ war die zweistündige Aktion vor der Kirche St. Klara überschrieben, bei der die 1948 verabschiedete UN-Menschenrechtscharta in Bezug auf die heutige Asyl- und Migrationspolitik kritisch hinterfragt wurde. Flüchtlinge, die in der Metropolregion Nürnberg leben, berichteten über die Umsetzung und Scheitern der 30 Artikel umfassenden Charta. Mit den Erfahrungsberichten sollte gezeigt werden, dass noch immer ein tiefer Graben zwischen dem Anspruch universell gültiger Menschenrechte und der Wirklichkeit klaffe.

„Der Tag der Menschenrechte mahnt uns, in unserem Einsatz für die Durchsetzung der Menschenrechte nicht nachzulassen.“, so Aneth Lwakatare, Menschenrechtsreferentin von Mission EineWelt. „Die Asyl- und Migrationspolitik muss an den Menschenrechten ausgerichtet werden!“

Forderungen an die Bundesregierung

Das Bündnis der Organisationen – darunter Mission EineWelt, Brot für die Welt, pax christi und das Nürnberger Menschenrechtsbüro – wollte mit der Aktion auf seine Forderungen aufmerksam machen. Dazu zählen eine Harmonisierung des europäischen Asylrechts, die Möglichkeiten zur legalen Einreise Schutzsuchender und die Gewährleitung einer menschenwürdigen Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge. Sämtliche Forderungen konnten direkt per Postkarte von den Teilnehmenden der Straßenaktion an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschickt werden.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch Einlagen der Trommelgruppe „AKWABA“. Zum Abschluss fand im Caritas-Pirckheimer-Haus eine Gesprächsrunde statt zu dem Thema „Der glücklichste Flüchtling ist jener, der zu Hause bleiben kann“.


12.12.2014 / Mission EineWelt
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