Am Samstag, 18. April 2015

Tag der Bahnhofsmission

Menschen

Hilfe in der Not: Die "Bahnhofsmission" ist für die Menschen da.

Bild: (c9 Bahnhofsmission / Werner Krüper

„Blickwechsel – Perspektiven auf den Bahnhof“ lautet das Motto am Samstag, 18. April 2015. Mit ihren Gästen haben die Mitarbeitenden der Bahnhofsmission vor Ort ein Programm zusammengestellt.

Blick auf die unbekannte Seite der Bahnhöfe: In mehr als 100 Bahnhöfen weisen Schilder zu einem besonderen Ort – die Bahnhofsmission. Zwei Millionen Menschen in Deutschland folgen diesen Wegweisern jedes Jahr und nehmen die Angebote der Einrichtung wahr. Zum Tag der offenen Tür am 18. April 2015, laden die Bahnhofsmissionen jetzt alle Interessierten ein, diese Welt des Bahnhofs aus der Perspektive ihrer Gäste kennenzulernen. Die Bahnhofsmissionen Würzburg, Nürnberg, Aschaffenburg und Passau öffnen zum bundesweiten Tag der Bahnhofsmissionen ihre Türen. Die Bahnhofsmission in Passau begeht am Aktionstag zudem ihr 70-jähriges Bestehen. Am 25. April lädt die Bahnhofsmission München zu einem Tag der offenen Tür ein, am 6. Mai schließt sich die Einrichtung in Erlangen an.

Gemeinsam mit ihren Gästen haben die Mitarbeitenden der Bahnhofsmission ein Programm für den Tag der offenen Tür zusammengestellt. Die Veranstaltungen reichen von biografischem Erzählen und fachpolitischen Diskussionen, z. B. zu Armut, Benachteiligung, Migration oder Behinderung, über Bahnhofsspaziergänge bis zu Andachten und Gottesdiensten. Genaue Infos zum Programm der einzelnen Einrichtungen gibt es vor Ort. Alle Telefonnummern der Bahnhofsmissionen unter: www.bahnhofsmission.de

Gerade im Bahnhof werden Armut und soziale Ausgrenzung früh und auf besondere Weise sicht- und greifbar. Dieser Herausforderung stellen sich die Bahnhofsmissionen in Deutschland seit 120 Jahren und sind dabei oft das einzige Hilfeangebot am Bahnhof.

Erste Anlaufstelle für Hilfesuchende

Die Hälfte der zwei Millionen Gäste bundesweit, die jedes Jahr die Bahnhofsmissionen aufsuchen, befindet sich in einer sozialen Notlage. Die 2.300 zumeist ehrenamtlich Mitarbeitenden helfen jedem, sofort und ohne Voraussetzung. Deshalb ist die Bahnhofsmission für viele Hilfesuchende oft die erste Anlaufstelle und die Hilfeeinrichtungen fungieren wie so häufig in ihrem mehr als hundertjährigen Bestehen als Seismograf für gesellschaftliche Entwicklungen.

Neben den sozialen Hilfen ist die Unterstützung beim Reisen der zweite große Arbeitsbereich der Bahnhofsmissionen. Dazu gehören Auskünfte und Hilfe beim Ein-, Aus- oder Umsteigen oder Begleitung von allein reisenden Kindern und Menschen mit Behinderungen.


14.04.2015 / Text: Bahnhofsmission / epd
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