Diakonie Katastrophenhilfe

Noteinsatz für Vertriebene im Nord-Irak

Karte von Irak

Die Not im Irak ist groß, ebenso der Bedarf an Unterstützung und finanzieller Hilfe.

Bild: iStockPhoto / cotesebastien

Der Strom flüchtender Christen und Jesiden im Nord-Irak vor dem brutalen Terror der IS-Miliz nimmt kein Ende. Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden für die heimatlosen Menschen.

Die jüngsten Angriffe haben dazu geführt, dass viele intern Vertriebene und Flüchtlinge aus Syrien, die im Irak Zuflucht gesucht hatten, gezwungen sind erneut zu fliehen, um sich in Sicherheit zu bringen. Die humanitäre Lage verschlechtert sich täglich und die Flüchtlinge sind auf Hilfe zum Überleben angewiesen.

Zusammen mit lokalen Partnerorganisationen hat die Diakonie Katastrophenhilfe ein umfangreiches Soforthilfeprogramm gestartet, um die Not der von den Konflikten betroffenen Menschen zu lindern. Die Hilfe richtet sich sowohl an syrische Flüchtlinge als auch die irakischen Vertriebenen. Im Mittelpunkt steht die Versorgung mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Hygienematerial.

"Die Not dort ist so groß wie nie"

Gemeinsam mit ihren langjährigen lokalen Partnerorganisationen setzt die Diakonie Katastrophenhilfe im Nord-Irak alles daran, die Situation der Flüchtlinge, Binnenvertriebenen und aufnehmenden Gemeinden zu verbessern.

„Die Not dort ist so groß wie nie“, berichtet Rita Szekely, Projektkoordinatorin im Regionalbüro Istanbul der Diakonie Katastrophenhilfe. „Die Familien finden zwar Zuflucht unter anderem in Schulen und Kirchen.“ Doch um zu überleben, sind sie auf Hilfslieferungen angewiesen. Aktuell versorgt die Diakonie Katastrophenhilfe mit ihren lokalen Partnern im Irak etwa 8.400 syrische und rund 10.000 irakische Flüchtlingsfamilien.

Seife, Shampoo, Zahnbürsten, Kämme für die Flüchtlinge

Bei einer durchschnittlichen Familiengröße von fünf bis sechs Personen, entspricht dies
ungefähr 110.000 Menschen. Die Versorgung stellt jedoch selbst die erfahrenen Partner vor große Herausforderungen. „Viele Vertriebene ziehen nach einigen Tagen weiter, um eine sicherere und bessere Unterkunft zu finden. Für unsere lokalen Partner ist die Verteilung daher eine große Herausforderung“, erklärt Rita Szekely.

Der Hilfseinsatz ist angesichts der andauernden Kämpfe zudem mit großen Gefahren verbunden. „Wo man heute noch mit dem Auto hingelangen kann, kann schon einen Tag später die Frontlinie verlaufen“, so Szekely. Um das Überleben der Flüchtlinge zu sichern und Krankheiten vorzubeugen, verteilen die Hilfsteams Nahrungsmittel, Hygienesets (Seife, Shampoo, Zahnbürsten, Kämme, Wund- und Desinfektionsmittel, etc.) und andere lebenswichtige Hilfsgüter wie Wasserkanister, Kochgeschirr und Schlafutensilien.

Informationen zum Thema

Spenden an die Diakonie-Katastrophenhilfe

So können Sie helfen:

Spendenkonto

IBAN: DE26210602370000502502

BIC: GENODEF1EDG

Ev. Darlehnsgenossenschaft Kiel

Stichwort: IRAK

Online: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden

 

Allein in den ersten beiden Augustwochen wurden in Duhok und Suleimaniyah 750 Nahrungsmittelpakete sowie weitere 1.100 Hilfspakete in Duhok, Suleimaniyah, Zakho und Erbil verteilt. Neben der Verteilung von Hilfsgütern wird auch Mietunterstützung für einen Monat gewährt, um den Vertriebenen fürs Erste eine Bleibe zu sichern. Die Mietbeihilfen von maximal 305 Euro pro Familie richten sich an syrische und irakische Flüchtlinge. In Bazyan und Bainjan, im Bezirk Suleimaniyah entstehen darüber hinaus in Zusammenarbeit zwischen der Diakonie Katastrophenhilfe und dem lokalen Partner REACH (Rehabilitation, Education and Community’s Health) zwei Gemeindezentren. Syrische Flüchtlinge, die außerhalb der Camps im Nordirak leben, finden dort einen schützenden Raum, in dem vielfältige Gemeinschaftsaktivitäten und psychosoziale Hilfe angeboten werden.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet herzlich um Spenden

Das Projekt soll einen Beitrag dazu leisten, die Spannungen zwischen Flüchtlingen und lokaler Bevölkerung abzubauen und zu verstärkter Akzeptanz der Flüchtlinge beitragen. Ein Ende der humanitären Katastrophe im Irak ist derzeit nicht absehbar, die Diakonie-Katastrophenhilfe bittet deshalb dringend um weitere Spenden für ihre Arbeit. Wie Sie spenden können, erfahren Sie in unserem obig eingebetteten Infokasten im Rahmen dieses Berichtes.


26.08.2014 / Diakonie Katastrophenhilfe