56. Aktion von Brot für die Welt

"Satt ist nicht genug"

Hungerndes Kind aus Afrika

"Satt ist nicht genug!": die 56. Aktion von "Brot für die Welt" nimmt einmal mehr die fatale Ernährungssituation in den armen Ländern in den Blick

Bild: © iStockPhoto / MShep2

Mit einem Festgottesdienst in der Nördlinger St. Georgskirche wird am Sonntag, 30. November, die 56. Aktion "Brot für die Welt" eröffnet. Im Focus: die Ernährungssituation in den armen Ländern.

"Brot für die Welt" gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Hilfsaktionen der Bundesrepublik; seit ihrer Gründung im Jahr 1959 wurden alleine in Bayern etwa 300 Millionen Euro gesammelt, um Projekte in aller Welt zu unterstützen.

Die 56. Aktion von "Brot für die Welt", die am Sonntag, 30. November - dem 1. Advent - mit einem Festgottesdienst in der Nördlinger St. Georgskirche eröffnet wird, steht unter dem Motto "Satt ist nicht genug" und thematisiert die Ernährungssituation in den armen Ländern. Denn: Fast jeder dritte Mensch auf der Welt – zwei Milliarden Menschen – leidet an Mangelernährung. Wer in Armut lebt und Hunger hat, ist zwar schon froh, wenn er irgendwie den Magen füllen kann.

Der Körper braucht aber mehr: Kinder, die unter Mangelernährung leiden, entwickeln leichter bleibende körperliche Schäden und lernen schlecht. Sie bleiben weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Erwachsene sind anfälliger für Krankheiten, sowie körperlich und geistig weniger leistungsfähig.

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Mangelernährung hat viele Gründe: Wer um das tägliche Überleben ringen muss, will vor allem satt werden. Das Wichtigste ist, den Bauch voll zu bekommen – egal wie. Quantität geht vor Qualität. Mineralstoffstoffreiche Getreidesorten wurden global vom Mais verdrängt, natürliche Artenvielfalt durch Monosaatgut ersetzt. Billige nährstoffarme Fertiggerichte sind weltweit auf dem Vormarsch und verdrängen die heimischen Nahrungsmittel. Auch geringe Bildung fördert Mangelernährung.

"Brot für die Welt" unterstützt Menschen auf der ganzen Welt, in Würde, Frieden und Gesundheit zu leben und ihre Potentiale entfalten zu können. Gute Ernährung ist hierfür die Voraussetzung. Viele können dazu einen Beitrag leisten.

Gesunde Ernährung mit Spenden fördern

Gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen unterstützt "Brot für die Welt" den Anbau von vielfältigen Obst-, Gemüse- und Getreidesorten – ob in kleinen Hausgärten in den Slums oder auf dem Land. Wir unterstützen Bauern beim Anbau von Vielfalt und Frauen dabei, den Tisch ihrer Familie so zu decken, dass alle satt werden und sich gesund ernähren können.

Gutes Essen hält Leib und Seele zusammen, sagt man. „Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen“, hat Jesus gesagt (Johannes 10,10). Diese Verheißung nach dem Maß menschlicher Möglichkeiten wahr werden zu lassen, dies will "Brot für die Welt" bewirken und bittet alle Menschen um Gebete und Spenden, denn: Satt ist nicht genug!


26.11.2014 / Brot für die Welt