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Die Predigten zu Ostern

Pflanze

Ostern steht für neue Hoffnung: dem Fest kommt in diesem Jahr einmal mehr große Bedeutung bei

Bild: © iStockPhoto / temmuz can arsiray

In ihren Predigten zu Ostern würdigen der Landesbischof und die Regionalbischöfe das Fest zur Auferstehung Jesu Christi. Alle Ansprachen gibt es hier zum Nachlesen und als PDF-Download.

Der Anschlag auf die Redaktion des Pariser Satiremagazins "Charlie Hebdo" Anfang Januar. Stetig wachsende Angst vor dem Terror radikal-religiöser Gruppierungen im ersten Vierteljahr. Ende März das schreckliche Unglück: der Airbus-Absturz über Südfrankreich. Die letzten Tage, Wochen, Monate waren gekennzeichnet von Meldungen des Schreckens - Meldungen, die die Menschen fassungslos, hilflos hinterließen.

Umso mehr Bedeutung kommt jetzt einmal mehr Ostern zu, dem Fest, an dem die Christen der Auferstehung Jesu gedenken. Welcher den Tod überwunden hat. Der für Leben steht, für neue Hoffnung - für Hoffnung schlechthin. An aktuellen Ereignissen orientierte sich auch der Landesbischof in seiner Osterpredigt.

Der Wahrheit der Botschaft vertrauen

Die Osterbotschaft, so Bedford-Strohm, sei in diesen Tagen insbesondere wichtig für die Menschen, die im Blick auf die Gewalt in Syrien, im Irak oder Nigeria „in den letzten Wochen und Monaten für den Frieden gebetet, gehofft und gestritten haben“ und erleben mussten, dass „die Gewalt nicht gestoppt, geschweige denn überwunden werden“ konnte. Da könnten schon Zweifel entstehen, „ob es überhaupt irgendeinen Sinn hat, sich für irgendwelche Ideale einzusetzen“. 

Demgegenüber habe Gott an Ostern „ein Ja zu seiner Schöpfung gesprochen, das durch keine menschliche Gewalt, durch keine Ignoranz, durch keine Verblendung mehr ausgelöscht werden kann“, betonte der Landesbischof. Die Wahrheit der Osterbotschaft lasse sich nicht durch DNA-Analysen von Grabtüchern beweisen. Die Wahrheit der Botschaft könne nur erleben, wer der Wahrheit der Botschaft vertraue und mit anderen Augen, mit „Osteraugen“, auf die Welt blicke, so Bedford-Strohm.

"Zeichen einer neuen Realität setzen"

Dann sei erkennbar, dass „Menschen überall in der Welt und ganz ohne Aufhebens einander beistehen und sich ganz einfach in Liebe begegnen“. Vielleicht sei Christus gerade dort wirksam „wo Menschen, die den Mut verlieren, plötzlich neue Hoffnung schöpfen“ oder sich „für die Überwindung der Gewalt einsetzen und damit Zeichen einer neuen Realität setzen“, so der bayerische Landesbischof.

Im Folgenden gibt es die vollständige Predigt des Landesbischofs zum Nachlesen und Herunterladen. Ebenso werden Predigten von Regionalbischöfen Bayerns bereit gestellt.

Die Predigten zu Ostern

Predigt von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

Landesbischof Bedford-Strohm,© ELKB / Poep
Die Osterbotschaft sei in diesen Tagen insbesondere wichtig für die Menschen, die im Blick auf die Gewalt in Syrien, im Irak oder Nigeria „in den letzten Wochen und Monaten für den Frieden gebetet, gehofft und gestritten haben“ und erleben mussten, dass „die Gewalt nicht gestoppt, geschweige denn überwunden werden“ konnte. Da könnten schon Zweifel entstehen, „ob es überhaupt irgendeinen Sinn hat, sich für irgendwelche Ideale einzusetzen“. Demgegenüber habe Gott an Ostern „ein Ja zu seiner Schöpfung gesprochen, das durch keine menschliche Gewalt, durch keine Ignoranz, durch keine Verblendung mehr ausgelöscht werden kann“, betonte der Landesbischof.

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Predigt von Susanne Breit-Keßler, Regionalbischöfin von München und Oberbayern

Susanne Breit-Keßler,© ELKB / Poep
Die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler gedachte in ihrer Osterpredigt dem 70. Todestag Dietrich Bonhoeffers. Die Erinnerung an den Widerstandskämpfer verdeutliche "dass ,Beten und Tun des Gerechten' im privaten Christsein und als Wahrnehmung der politischen Verantwortung eines Christenmenschen untrennbar zusammengehörten.

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Besinnung zu Ostern von Regionalbischof Hans-Martin Weiss

Regionalbischof Hans-Martin Weiss,© Kirchenkreis Regensburg
„Am allermeisten will Gott unser Leben fördern, schützen und retten. In der Auferstehung Jesu hat sich gezeigt, dass das Leben den Tod und dass Gottes Wille allen Widerstand gegen ihn überstrahlt und überwindet“, so Regionalbischof Hans-Martin Weiss in seiner Besinnung zu Ostern. Ostern sei deshalb auch viel mehr als die Erinnerung an ein wunderbares Geschehen vor bald 2000 Jahren. Weiss: „Wir erinnern uns daran, dass der Auferstandene lebt und für uns da ist – heute und auf immer. An diesem Fest wird besonders anschaulich: Gott ist Liebe.“ 

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Predigt von Dr. Dorothea Greiner, Regionalbischöfin von Bayreuth

Dorothea Greiner,© ELKB / Poep
Nachrichten über die Ukraine, Syrien, den IS, die Al-Shabaab-Miliz, Boko Haram, der Flugzeugabsturz – Entsetzen ergreife uns bei diesem „Reigen der Grausamkeiten in der Welt“. „Wir Christen blenden Schrecken und Grauen nicht aus, sondern schicken den Morgenglanz der Auferstehungssonne hinein“, so Regionalbischöfin Dorothea Greiner in ihrer Osterpredigt in der Stadtkirche in Bayreuth. „Nicht nur das Sterben sei unsere Zukunft. „Wer hier mit dem Auferstandenen verbunden war, wird dort bei ihm leben. Er ist einen Weg vorausgegangen, auf den er uns mitnimmt.“ 

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Predigt von Gisela Bornowski, Regionalbischöfin im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg

Gisela Bornowski, Regionalbischöfin im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg,© (c) ELKB / Poep
Regionalbischöfin Gisela Bornowski machte den Gläubigen in ihrer Osterpredigt Mut in einer Zeit, die geprägt sei von Entsetzen über die Flugzeugkatastrophe, das Blutvergießen im Jemen und die Christenverfolgung in Afrika. „Wir singen unsere Lieder nicht etwa, um die Schreie der Angst und Verzweiflung um uns herum zu übertönen. Auch nicht zu dem Zweck, um uns selbst zu betäuben. Sondern dazu, um der Traurigkeit und der Furcht etwas entgegenzusetzen, damit sie nicht das letzte Wort behalten.“

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05.04.2015 / ELKB / Poep
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