"Buch.Bild.Provokation"

Nürnberg im Medienstadt-Portrait

Nürnberg

"Aktionszeitraum" zum laufenden Themenjahr "Bild und Bibel": am 23. April startet "Buch.Bild.Provokation.Medienstadt Nürnberg" in der Stadt der Kaiserburg.

Bild: (c) www.luther2017-bayern.de

Das Themenjahr „Bild und Bibel“ rückt Nürnberg einmal mehr in den Focus: Am Donnerstag, 23. April, starten in der Stadt der Kaiserburg besondere Aktionen unter dem Titel „Buch.Bild.Provokation“.

Nürnberg war die Medienstadt der Reformation. In Nürnberg wurden die 95 Thesen gedruckt, viele Flublätter Martin Luthers, sein Achtlieder-Heft als erstes evangelisches Gesangbuch und vieles mehr. Darum gibt es in diesem Jahr zusätzlich in enger Kooperation mit der Stadt Nürnberg einen zusätzlichen „Aktionszeitraum“ unter dem Titel „Buch.Bild.Provokation.Medienstadt Nürnberg“ zum Themenjahr: mit Veranstaltungen, die sich auf besondere Weise Nürnberg als mittelalterliches Medienzentrum vorstellen, das einen wesentlichen Anteil an der Verbreitung des Reformationsgedankens hatte – friedlich aufrüttelnd in einer Stadt, die Luther selbst das „Aug und Ohr Deutschlands“ nannte.

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Der „Aktionszeitraum“ „Buch.Bild.Provokation.Medienstadt Nürnberg“ wird am Samstag, 23. April, in Nürnberg eröffnet in der Nürnberger Lorenzkirche eröffnet – mit Prof. Margot Käßmann als Ehrengast. Die EKD-Botschafteriin für das Reformationsjubiläum 2017 wird einen Festvortrag unter dem Titel „Reformationsjubiläum 2017. Was gibt es da zu feiern?“ halten. Der Auftakt zum Hauptaktionszeitraum beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Viele weitere Highlights finden sich in dem „Aktionszeitraum“, der mit einem extra bunten Programm zum Verweilen in Nürnberg einlädt. Ab Freitag, 24. April, ist da etwa die Ausstellung „Deutschlands Auge und Ohr“ im Stadtmuseum Fernbohaus, Burgstraße 15, zu sehen, die den damals hochbedeutenden Druck- und Verlagsort skizziert. Öffnungszeiten dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr, die Ausstellung geht bis Samstag, 31. Oktober.

Prominente Bibelarbeiter legen Texte aus

Am Montag, 27. Mai, Montag, 4. Mai, sowie Dienstag, 12. Mai, gibt es jeweils ab 18 Uhr in der Sebalduskirche, Winklerstraße 29, „Zentrale Texte der Reformation – prominent ausgelegt“ zu entdecken. Prominente Bibelarbeiter wie Prof. Fulbert Steffensky (27. April), Prof. Johanna Haberer (4. Mai) und Dr. Günther Beckstein (12. Mai) legen Bibeltexte für die Gegenwart neu aus.

Erlebnisausstellung "Bibelmobil"

Ein weiteres Highlight ist die „Erlebnisausstellung Bibelmobil“, die ab dem 16. Mai während der „Gebetswoche für die Einheit der Christen“ (16.5. bis 23.5.) in der Lorenzkirche zu sehen sein wird. Aus Anlass des Jahres „Bild und Bibel“ der Reformationsdekade setzt die ACK Nürnberg bewusst einen ökumenischen Schwerpunkt und betreibt das „Bibelmobil“ während der Gebetswoche zwischen 10 und 19 Uhr vor der Lorenzkirche. Jeden Abend um 17 Uhr gestaltet eine andere Konfession eine Kurzandacht in St. Lorenz am Samstag, 16. Mai, wird der Eröffnungsgottesdienst von Bischof Damian von der Koptisch-Orthodoxen Kirche gestaltet.

"Medienkonzil" mit Landesbischof Bedford-Strohm

Ein öffentliches "Medienkonzil" im Germanischen Museum am Donnerstag, 21. Mai, und Freitag, 22. Mai, wird sich zudem den Herausforderungen des Bürgerseins in der digitalisierten Gesellschaft widmen. Vorträge unter anderem von Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin („Zivilisierung der digitalen Gesellschaft“: Donnerstag, 21. Mai, 18 Uhr) und Prof. Dr. Jochen Hörisch („Netz-Visionen: allmächtig und allgegenwärtig“: Donnerstag, 21. Mai, 12.30 Uhr) stimmen auf das Thema ein. Auf dem Programm stehen außerdem eine spannende Podiumsdiskussion mit Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Bundesministerin a.D. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Finanzminister Dr. Markus Söder und anderen (Donnerstag, 21. Mai, 16.30 Uhr).


09.04.2015 / ELKB / Poep