Neujahrspredigt

Regionalbischöfin fordert Einsatz für Frieden

Kalender 2016

Neujahr sei die Gelegenheit, den Kalender in den Blick zu nehmen, predigte die Regionalbischöfin. Ein roter Faden ziehe sich durch die Kalenderblätter: "Die Botschaft, dass wir nicht allein gelassen sind. Gott lenkt unsere Schritte."

Bild: Bernd Kasper / pixelio.de

Wer Frieden wolle, dürfe die Verantwortung dafür nicht der Politik zuschieben, betonte Regionalbischöfin Breit-Keßler in ihrer Neujahrspredigt. Es liege an jedem einzelnen, sich dafür einzusetzen.

Im zurückliegenden Jahr hätten die Menschen in Deutschland viel für die Flüchtlinge geleistet, würdigte Susanne Breit-Keßler am Neujahrstag in der Münchner Matthäuskirche. Ehrenamtliche, Diakonie, Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz, Polizei, Menschen in der Verwaltung, auch Politiker und Politikerinnen - alle hätten ihr Bestes und ihr Letztes gegeben, um Menschen willkommen zu heißen, ihnen die ersten Schritte in unserem Land zu erleichtern und die Wege für Integration anzubahnen. Zugleich aber müsse man dazu beitragen, dass die Fluchtursachen beseitigt würden: „Nicht etwa, weil wir die Flüchtlinge nicht haben wollten. Sondern weil niemand gerne seine Heimat verliert. Und weil Gewalt und Krieg völlig untaugliche Mittel des Miteinanders sind“, erklärte die Regionalbischöfin.

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Zugleich warnte sie davor, nicht irgendwelchen Feindbildern zu verfallen und dort „kraftvollgeistreich“ gegen sie anzugehen, wo sie laut würden. Gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte sei es „dringend nötig, sich deutlich zu verwahren gegen Ausländerhass, gegen den schon wieder wachsenden Antisemitismus, gegen die Missachtung behinderter Menschen oder die Respektlosigkeit gegenüber den Alten, die das Tempo unserer Gesellschaft nicht mehr mitmachen können“, mahnte Breit-Keßler.

Zur Person

Susanne Breit-Keßler, Bild: © ELKB / Poep

Susanne Breit-Keßler

ist Regionalbischöfin im Kirchenkreis München und Oberbayern und ständige Vertreterin des Landesbischofs. 


03.01.2016 / elkb