Landeskirchenamt: Neubau wird eingeweiht

Neues Verwaltungsgebäude für die Landeskirche

Das Bild zeigt den Erweiterungsbau des Landeskirchenamts in München

Beispielhaft nachhaltige Bauweise: Das neue Verwaltungsgebäude der ELKB

Bild: Siegfried Wameser

Nach fast zweijähriger Bauzeit ist am Mittwoch ein großer neuer Erweiterungsbau für das Landeskirchenamt in München eingeweiht worden.

Der Neubau, der mit dem ursprünglichen Gebäude durch Übergänge verbunden ist, ermöglicht es, Dienststellen, die bisher über das ganze Stadtgebiet verstreut waren, an einem Ort zusammenzuführen. Auf einer Gesamtfläche von 5.700 Quadratmetern und mit 90 Büroräumen bietet er Platz für über 100 Mitarbeitende.

Stationen des Neubaus

Vor dem Neubau der Abriss

Das Bild zeigt den Bagger beim Abriss des alten Gebäudes,© ELKB
Im Winter 2012 wird das alte Gebäude in der Katharina-von-Bora-Straße abgerissen.

Eine beeindruckende Baugrube

Das Bild zeigt einen Bagger in der großen Baugrube,© ELKB
Blick in die Baugrube: In der Tiefe sahen die schweren Bagger wie Spielzeug aus.

Ein gutes Fundament

Das Bild zeigt zahlreiche Menschen bei der Feier der Grundsteinlegung,© ELKB
Im Juni 2013 konnte unter reger Beteiligung von Kirchenleitung und Mitarbeitenden des Landeskirchenamts die Grundsteinlegung stattfinden.

Ein musikalischer Auftakt

Das Bild zeigt Bläser bei der Grundsteinlegung ,© ELKB
Unter Leitung von Landesposaunenwartin Anne Höfflin gestaltete ein Bläserchor die gotesdienstliche Feier musikalisch.

"Wenn der Herr nicht das Haus baut..."

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm bei der Grundsteinlegung ,© ELKB

Im Gottesdienst zur Grundsteinlegung bat Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm um Gottes Segen für das Bauvorhaben.

Neue Außenansicht des Landeskirchenamts

Das Bild zeigt die Frontseite des gesamten Landeskirchenamts ,© Siegfried Wameser

Nun ist der Bau fertig: Das neue Gebäude schließt das Ensemble in der Katharina-von-Bora-Straße stimmig ab. 

Einweihungsfeier am 4. März

Das Bild zeigt den Landesbischof und Mitarbeitende des Landeskirchenamts bei der Einweihung ,© ELKB

Bei der Einweihung lobt der Landesbischof die vorbildliche  nachhaltige Bauweise und bittet um Gottes Segen für die Menschen, die in dem neuen Haus aus- und eingehen.

Ein glänzender Bau

Das Bild zeigt eine Tuba, in der sich der Neubau spiegelt. ,© ELKB
Wie schon bei der Grundsteinlegung spielt auch bei der Einweihung ein Bläserensemble unter der Leitung von Anne Höfflin.

"Das Dach ist die Krönung"

Das Bild zeigt Synodalpräsidentin Preidel bei der Einweihung.,© ELKB
Als „genial“ bezeichnet Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel das durchbrochene und gefaltete Stahldach des Neubaus. Dieses Dach sei die „Krönung des Neubaus, weil es sich in den Himmel hinein aufzulösen scheint“.

Die Architektur des Neubaus setze jene des Altbaus stimmig fort, erläutert Oberkirchenrat Hans-Peter Hübner. Die Architekten  Wolfgang Lorch und Thomas Wandel aus Saarbrücken hätten das Gebäude in Bautypus, Proportion und Fassadengliederung bewusst an das 1929 erbaute "Stammgebäude" in der Katharina-von-Bora Str. 13 angelehnt und es neu interpretiert.

Architektonische Besonderheiten seien die dreidimensional gefaltete Fassade und das in Struktur "aufgelöste" Stahldach. Dadurch sowie durch die von dem Münchner Künstler Andreas Horlitz vorgesehenen gläsernen Tore ergebe sich eine wohltuende Leichtigkeit und Transparenz.

Bei dem Bau habe man auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit großen Wert gelegt, berichtet Hübner. Zur Kühlung und zur Heizung des Gebäudes werde Geothermie genutzt, Fenster- und Fassadenflächen seien bezüglich des Tageslichteintrags und des sommerlichen Wärmeschutzes optimiert worden. Zudem seien nur „ökologisch einwandfreie“ und „extrem schadstoffarme Materialien verbaut worden. Mit diesen und anderen umweltfreundlichen Maßnahmen erfülle das Gebäude den Gold-Standard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen.

In seiner Predigt zur Einweihung erinnerte Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm an die christliche Verantwortung für die Schöpfung. Hier sei man mit gutem Beispiel vorangegangen und habe sich „für die zurzeit nachhaltigste und ökologisch sinnvollste Bauweise entschieden“. Damit setze die bayerische Landeskirche ein Zeichen dafür, „den Auftrag Gottes, seine Schöpfung zu bewahren, ernst nehmen“.

Bedford-Strohm mahnte, über den vielfältigen Verwaltungs- und Leitungstätigkeiten in den Gebäuden des Landeskirchenamts nicht „das große Ganze“ aus dem Blick zu verlieren. Das gemeinsame Ziel sei, „Menschen zu Gott einzuladen“ und ihnen von der „Freiheit zu erzählen, die Gott uns schenkt“.

Die Krönung: Das Dach

Die Präsidentin der Landessynode, Annekathrin Preidel betonte in ihrem Grußwort, dass in der Kirche der Mensch im Mittelpunkt stehe. Darum entscheide sich die Frage, ob die Architektur geglückt sei, daran, „ob Menschen in ihr atmen und aufatmen können“. Als „genial“ bezeichnete sie das durchbrochene und gefaltete Stahldach des Neubaus. Dieses Dach sei die „Krönung des Neubaus, weil es sich in den Himmel hinein aufzulösen scheint“.

Die Kosten des Neubaus belaufen sich auf gut 19 Millionen Euro. Dazu kommen noch 2,15 Millionen Euro für die grundlegende Sanierung des bereits bestehenden Gebäudes. Damit seien die Gesamt-Projektkosten mit 21,4 Millionen Euro innerhalb des von der Landesynode bewilligten Kostenrahmens von 22 Millionen Euro geblieben.


04.03.2015 / epd / poep
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