15. Kirchenmesse "Gloria"

Mehr evangelische Aussteller erwünscht

Brennende Kerzen

Guter Überblick über Kirchenbedarf: Messe "Gloria".

Bild: (c) www.messegloria.info

Die „15. Kirchenmesse Gloria“ findet vom 23. Oktober bis 25. Oktober, in Augsburg statt. Die bisher vorwiegend katholisch orientierte Messe soll künftig mehr evangelische Aussteller anziehen.

Der Augsburger Regionalbischof Michael Grabow bezeichnete gegenüber dem Evangelischen Pressedienst eine Erweiterung der Kirchenmesse durch noch mehr evangelische Anbieter als „interessant".

Zitat

Die Messe ist wichtig, weil sie einen guten Überblick über Kirchenbedarf bietet"

Regionalbischof Michael Grabow

Die nach eigenen Angaben einzige Fach- und Publikumsmesse für Kirchenbedarf im deutschsprachigen Raum findet in diesem Jahr zum 15. Mal statt, zum dritten Mal in Augsburg.

Mehr als 100 Aussteller präsentieren dabei auf dem Augsburger Messegelände elektronische Orgeln, Kirchbänke, Kelche, Ikonenmalerei, Messgewänder oder neue Entwicklungen der Begräbnis- und Trauerkultur – „eine wichtige Messe“, betonte Grabow, „weil sie einen guten Überblick über Kirchenbedarf bietet, also für die Ausstattung von Pfarrern und Kirchen“.

Informationen zum Thema

15. Kirchenmesse "Gloria"

Regionalbischof Michael Grabow und der katholische Bischofsvikar Prälat Bertram Meier eröffnen gemeinsam die 15. Kirchenmesse "Gloria" am Donnerstag, 23. Oktober, mit einem ökumenischen Morgengebet. Die Messe endet am 25. Oktober, an den drei Messetagen erwarten die Veranstalter nach eigenen Angaben rund 3600 Besucher. Im vergangenen Jahr waren es 3300. Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag von 9 bis 16 Uhr. Der Kongress „Zukunft der Kirchenimmobilien“ findet am Donnerstag statt, Beginn: 10 Uhr.

Dazu ist die „Gloria“ auch noch aus einem anderen Grund interessant für Bayerns evangelische Kirchengemeinden. Erstmals findet dort der Kongress „Zukunft der Kirchenimmobilien“ statt. Und das ist insofern spannend für evangelische Kirchengemeinden, als dass sie sich künftig verstärkt Gedanken darüber machen müssten, wie sie ihre Kirchen neben dem Gottesdienst auch für andere Zwecke nutzen könnten, unterstrich Harald Hein, Leiter des ELKB-Baureferates. „Diese Frage wird in Zukunft intensiver diskutiert werden.“ Derzeit gebe es in Bayern rund zehn Projekte, bei denen evangelische Gemeinden ihr Gotteshaus auch anderweitig in Gebrauch hätten, erklärte Hein. Bislang setzten vor allem Kirchengemeinden in großen Städten wie Nürnberg oder München auf alternative Nutzungskonzepte. "Dort gibt es viele Kirchen auf engem Raum. Oftmals sind sie zu groß für die Gemeindegottesdienste", erläuterte Hein. Die Gemeinden versuchten daher, ihre finanzielle Belastung zu senken, indem sie sich von anderen Gebäuden trennen und deren Funktion in die Kirche verlagern.

Wegen der sinkenden Zahl der Kirchenmitglieder dürften künftig mehr Gemeinden solche Überlegungen anstellen, glaubt Hein: "Das wird über eine rein kirchliche Nutzung hinausgehen." So könnten Kommunen und Kirchengemeinden etwa Gemeindezentren zusammen nutzen.


23.10.2014 / epd
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