Podiumsdiskussion in Regensburg

Luthers Wegbereiter

Wilhelm von Ockham

Wilhelm von Ockham, Skizze aus einer 1341 angefertigten Handschrift der "Summa logicae"

Bild: „William of Ockham - Logica 1341“, Wikimedia Commons

„Vom Risiko modern zu denken“ lautet der Titel einer Podiumsdiskussion in Regensburg am Sonntag, 24. August. Im Focus: die Gedankenwelt des mittelalterlichen Philosophen Wilhelm von Ockham.

„Wie riskant war und ist modernes Denken?“ Dieser Frage spüren zwei Wissenschaftler am Sonntag, 24. August 2014, um 11 Uhr in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel in Regensburg nach:

Apl. Professor Stephan Grotz von der Universität Regensburg und Matthias Freitag, M.A., ebenfalls aus Regensburg diskutieren über die Freiheit der Gedanken ausgehend von den Visionen des mittelalterlichen Theologen und Philosophen Wilhelm von Ockham.

Nominalistische Denktradition als Wegbereiter

Ockham, um 1288 in der Grafschaft Surrey, England, geboren, verstorben am 9. April 1347 in München, hat mit seiner nominalistischen Denktradition Luther den Weg bereitet, als dieser sein Abendmahlsverständnis gegen die klassisch-römische Auffassung der Transsubstantiation
und gegen das spirituell-symbolische Verständnis Zwinglis entfaltete.

Die Regensburger Podiumsdiskussion, moderiert von der Journalistin Sabine Freudenberg und veranstaltet vom Evangelischen Bildungswerk Regensburg e.V., passt sich somit in die derzeit laufende Lutherdekade ein. Der Eintritt für diese Veranstaltung kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Die Diskussion bildet übrigens das Rahmenprogramm für die große Sonderausstellung „Otl Aicher: Wilhelm von Ockham – Das Risiko modern zu denken“, die derzeit im Leeren Beutel zu sehen ist: noch bis einschließlich 7. September sind die außergewöhnlichen Arbeiten des Grafikers Aicher mit Motiven aus dem Leben des Franziskaners Ockham in der Städtischen Galerie zu bestaunen.


20.08.2014 / ELKB
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