Lutheroratorium 2017

3.000 Sängerinnen und Sänger gesucht

V.l.: Christian Düfel, Susanne Breit-Kessler, Dieter Falk, Marcel Volkmann

Freuen Sich auf das musikalische Ereignis im März 2017: Christian Düfel, Susanne Breit-Kessler, Dieter Falk und Marcel Volkmann (v.l.)

Bild: ELKB

Für die Aufführung eines großen Lutheroratoriums am 18. März 2017 in München werden ca. 3.000 Mitwirkende gesucht. Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler wird mitsingen und freut sich auf das Musical.

An der Aufführung am 18. März 2017 in der Münchner Olympiahalle können sich "Chöre beteiligen, aber auch Laien", betonte der Düsseldorfer Komponist Dieter Falk bei der Vorstellung des Projekts in München. Das konfessionsübergreifende Musikprojekt erzähle von dem Reformator Martin Luther (1483-1546) und dem Beginn der Reformation vor fast 500 Jahren. Es wende sich ganz bewusst an Menschen, die "sonst mit Kirche nichts am Hut haben", betonte Falk.

Wie die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler betonte, wolle das Projekt die Menschen zum Mitmachen und Mitsingen bewegen. Das Oratorium mache die Theologie "in schnellen Rhythmen und klangvollen Ohrwürmern lebendig", sagte Breit-Keßler. Sie kündigte an, selbst bei dem Oratorium mitzusingen. In einem epd-Gespräch erklärt sie, warum. 

Was reizt Sie daran, bei einem Musical mitzusingen?

Susanne Breit-Keßler: Ich mag Musicals gerne, weil diese Musikform etwas sehr Tänzerisches und Leichtes mit sich bringt. Ich selbst bin mit den Beatles, den Rolling Stones und Deep Purple aufgewachsen. Daher freue ich mich sehr, dass meine Kirche auch diese Musikrichtung nutzt, um die Herzen der Menschen zu erreichen. Ich will zusammen mit meiner Referentin teilnehmen. Wir wollen gemeinsam üben und mitsingen.

 Ist es nicht schwer, ein Musical über den Reformator Martin Luther zu machen?

 Susanne Breit-Keßler:  In einer Zeit, in der Menschen auf Leistung reduziert werden, sind Luthers Gedanken hoch aktuell und befreiend. Die Fragen, die ihn bewegt haben, gelten heute noch genauso wie vor 500 Jahren. Wie kann ich sinnerfüllt leben, wie kann ich leben, ohne zu verzagen und zu verzweifeln, wie kann ich mit mir selbst und anderen gut auskommen - das sind Fragen, die immer noch relevant sind.

Will das Oratorium auch missionieren?

Susanne Breit-Keßler: Es geht nicht darum, zu missionieren. Der Bühnenautor Michael Kunze und der Komponist Dieter Falk haben in dem Pop-Oratorium das Leben Luthers in Musik umgesetzt. Mit dem Musical können wir einfach unseren Glauben zeigen. In dem Poporatorium merkt jeder: Es geht um das wahre Leben. Und das ist großartig, ansteckend und spricht für sich.


19.02.2016 / epd