Lateinamerikawoche in Nürnberg

David gegen Goliath

Das Bild zeigt einen kubanischen Kleinbauern auf einem Maulesel.

Der Kampf der Kleinbauern gegen die mächtigen Konzerne und der Weg in eine neue Weltordnung unabhängig von den bisherigen Weltmächten stehen im Zentrum der diesjährigen Lateinamerikawoche in Nürnberg.

Bild: Lüters

Sie ist bundesweit einzigartig: Bereits zum 39. Mal findet ab dem 23. Januar die Lateinamerikawoche in Nürnberg statt. In diesem Jahr steht der Kampf der Kleinbauern gegen mächtige Konzerne im Zentrum.

Ganz aktuell richtet die Lateinamerikawoche ihren Blick auf Uruguay, wo die Bevölkerung einen Ausstieg aus den Verhandlungen zum Internationalen Dienstleistungsabkommen (Tisa) beschlossen hat und somit eine weltweite Vorreiterrolle spielt.

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Eröffnet wird die Woche vom 23. bis 31. Januar mit einem Konzert von „African Beat feat. Gustavo Mendoza“ (Samstag, 23. Januar, 20 Uhr). Weitere Kulturveranstaltungen, Informationen und Diskussionen zu aktuellen politischen und sozialen Entwicklungen jenseits des Atlantik folgen: So zeigt Mission EineWelt die Ausstellung "auf und davon" zum Thema Flucht und Migration, die vor allem Fluchtursachen und deren Verschränkung mit europäischer Handels- und Wirtschaftspolitik beleuchtet sowie Fluchtwege und die Folgen der EU-Abschottungspolitik zeigt. Zudem werden die surrealistischen und gesellschaftskritischen Gemälde des gebürtigen Nicaraguaners Douglas Téllez ausgestellt.

Die Sonntagsmatinee am 24. Januar lädt zu einer Reise in Versen, einer Lyriklesung gegen das Vergessen ein. Die argentinische Autorin Maria Ester Alonso Morales, die ihrem in der Diktatur ermordeten Vater schreibt, sowie der Kolumbianer Erik Arellana Bautista, der seiner verschwundenen Mutter gedenkt, stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Ein besonderes musikalisches Erlebnis bietet der Gottesdienst am Sonntag, 24. Januar, um 18 Uhr. Dabei wird die nicaraguanische Bauernmesse „Misa campesina“ von den Chören „Maguwori“ und „Sonko latino“ musikalisch gestaltet. Die Folklore-Rhythmen und volksnahen Texte vermitteln Lebensfreude und zeigen einen Gott der "Armen".

Im Anschluss: Filmwoche

Die Lateinamerikawoche wird gefördert aus Mitteln der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern über das Centrum Mission EineWelt sowie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Im Anschluss an die Lateinamerikawoche findet vom 4. bis 10. Februar die „Lateinamerika-Filmwoche“ im Filmhauskino des Künstlerhauses in Nürnberg statt.

20.01.2016 / ELKB