Brote für den guten Zweck

Landesbischof backt mit Konfirmanden

Landesbischof Bedford-Strohm backt mit Konfirmanden Brote

Ab mit dem Brot in den Ofen: Landesbischof Bedford-Strohm war zusammen mit Herrschinger Konfirmanden als Bäcker im Einsatz für die Spenden-Aktion "5000 Brote"

Bild: (c) ELKB / Poep / Johannes Minkus

Küchenschicht für die gute Sache: Landesbischof Bedford-Strohm hat mit Konfirmanden aus Herrsching Brot gebacken. Das Backen war Teil der Aktion „5000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“.

Teig verkneten und im Ofen zu goldbraunen, knusprigen Brotlaiben backen: Konfirmanden der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Herrsching waren am 1. Oktober, als fleißige Hobbybäcker im Einsatz. Ihnen zur Seite: Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, der  gemeinsam mit den Herrschinger Jungen und Mädchen in der Münchner Backstube von Heinz Hoffmann, Landesinnungsminister des bayerischen Bäckereihandwerks, die Ärmel hochkrempelte.

Das große Backen war Teil der Aktion „5000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“. Das Projekt führen die deutschlandweiten Landeskirchen zwischen der Zeit um Erntedank (Sonntag, 5. Oktober 2014) und dem 1. Advent (Sonntag, 30. November 2014) durch.

Spenden für Projekte von Brot für die Welt

Konfirmanden backen dabei selbst Brot, um so Einblick in den handwerklichen Beruf des Bäckers zu gewinnen und sich zugleich für Kinder und Jugendliche in der Einen Welt zu engagieren: Indem sie ihre selbstgebackenen Brote bei Gemeindegottesdiensten verkaufen, sammeln die Konfirmanden mit dem Verkaufserlös Spenden für Bildungsprojekte von Brot für die Welt in Bangladesch, Ghana und Kolumbien. Auch die Jungen und Mädchen aus Herrsching haben beim großen Familiengottesdienst zu Erntedank in Seefeld ihre Brote gegen Spenden für die genannten Bildungsprojekte verteilt.

In Bayern wird die „5000 Brote“-Aktion vom Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk, der Fachstelle Kirche und Handwerk, dem Religionspädagogischen Zentrum (RPZ) und dem Diakonischen Werk Bayern/Brot für die Welt getragen. Im Freistaat beteiligen sich rund 90 Bäckereien und 90 Kirchengemeinden an der Initiative.

Neben den Herrschinger Jungen und Mädchen, die mit dem Landesbischof in München einen schönen und äußerst effektiven Backnachmittag verbracht haben, versammeln sich dieser Tage auch anderswo die Konfirmanden vor den Öfen – zum Beispiel im oberfränkischen Haag: die Gemeinde im Landkreis Bayreuth hat gemeinsam mit ihrer Nachbargemeinde Gesees ebenfalls eine Brotbackaktion auf die Beine gestellt. Die Konfirmanden beider Ortschaften haben sich hierzu in der Bäckerei "Schatz" im benachbarten Forkendorf getroffen, um Teig für „Gott sei Dank“-Brote auszurollen und zu kneten, die in diesen Tagen traditionell wieder im oberfränkischen Raum zu Erntedank verteilt werden.

Konfis aus Oberfranken: 120 "Gott sei Dank"-Brote gebacken

„Unsere Konfis waren ganz begeistert bei der Sache“, erzählt die 41-jährige Haager Pfarrerin Sabine Hopperdietzel, „die Jungen und Mädchen haben 120 Brote geformt und hätten auch noch mehr gemacht, wenn sie gekonnt hätten.“ Auch die „Gott sei Dank“-Brote sind für einen guten Zweck bestimmt: Die Konfis aus Haag und Gesees haben sie am in ihren jeweiligen Gemeinden zum Erntedankfest gegen eine Spende für Flüchtlinge aus Syrien verteilt.

Der dreizehnjährige Tim hat an der „Gott-sei-Dank“-Backaktion in Oberfranken teilgenommen. Der Konfirmand hat sich gefreut, die selbst gebackenen Brote gegen eine Spende für Flüchtlinge unter die Leute zu bringen. „Ich finde, das ist eine gute Idee! Vielen Menschen geht es gerade nicht so gut. Deshalb sollten wir an Erntedank Gott nicht nur ein Dankeschön für die guten Gaben sagen, sondern anderen auch etwas geben.“


01.10.2014 / ELKB
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