EKD-Synode verabschiedet Kundgebung

Den digitalen Wandel mitgestalten

Das Bild zeigt Landesbischof Bedford-Strohm vor den EKD-Synodalen

Neben der Wahl des neuen Ratspräsidenten stand das Thema "Kirche im digitalen Zeitalter" im Fokus der EKD-Synode

Bild: ELKB

Aktiv, präsent, erkennbar: Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will digitale Medien stärker nutzen. Das hat die Synode, die bis Mittwoch in Dresden tagte, mit einer Kundgebung bekräftigt.

Ein Schwerpunkt der am 12. November zu Ende gegangenen Tagung, bei der auch Bischof Markus Dröge (Berlin) in den Rat der EKD nachgewählt und Landebischof Heinrich Bedford-Strohm zum neuen Ratsvorsitzenden gewählt wurde, war die „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“.

Dazu beschloss die Synode, sich stärker in der digitalen Gesellschaft zu engagieren. In den durch die Digitalisierung neu geschaffenen Kommunikationsräumen müsse die evangelische Kirche "aktiv, präsent, erkennbar und ansprechbar sein“, heißt es in der "Kundgebung zur Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“, welche die Synode am Ende ihrer Tagung verabschiedete.

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Auch die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch Lutherischen Kirche in Deutschland (VELKD), die am selben Ort vom 6. bis 8. November tagte, beschäftigte sich neben der Diskussion des Verbindungsmodells der evangelischen Kirchen in Deutschland mit dem digitalen Schwerpunkt. Der Präsident der Synode, Wilfried Hartmann wies zu Beginn auf die besondere Bedeutung dieser Synodaltagung für das weitere Miteinander der evangelischen Kirchen in Deutschland hin und dafür, "in reformatorischer Tradition auch mit neuen Medien den Auftrag des Evangeliums zu erfüllen“.

Synoden unterstützen Kirche vor Ort

Die bayerische Pfarrerin Jacqueline Barraud-Volk, seit 2009 in beiden Gremien vertreten und Vorsitzende des Berichtsausschusses, sprach sich schon vor der Synode für die „neuen Möglichkeiten und Chancen der Verkündigung“ in digitalen Medien aus. Allerdings müssten auch deren Grenzen klar eingeschätzt werden. „Immer noch ist die tatsächliche Begegnung zwischen Menschen und die Verkündigung des Evangeliums an realen Orten bewegend, gemeinschaftsfördernd und durch nichts zu überbieten“.

Synodale Barraud- Volk ist von den Ergebnissen der Versammlungen überzeugt: „Es waren jeweils dichte und themenorientierte Tagungen, bei denen mir immer der Bezug zu den Kirchengemeinden von Bedeutung war." Synoden seien dazu da, "Kirche vor Ort zu fördern, zu unterstützen und zu inspirieren." Dass seit 2009 VELKD- und EKD-Synode nicht mehr getrennt tagen, habe viel in Bewegung gebracht.

2015 wird eine neue VELKD- und EKD- Synode gebildet.


14.11.2014 / Steffen Bernhardt