Hiroshima-Gedenktag

"Keine Nutzung von Kernenergie!"

Origamikranich

Hoffnungsträger aus Papier: dem Origamikranich kommt seit den Atombombenabwürfen eine besondere Bedeutung zu.

Bild: istockPhoto / J-RS

Der 6. August war der „Tag des Gedenkens“ an den Atombombenabwurf auf Hiroshima im Jahr 1945. Mission EineWelt und die Pazifik-Informationsstelle haben daran erinnert.

Hiroshima ist zu einem Symbol für den Widerstand gegen jede Form von ziviler und militärischer Nutzung von Nuklearenergie geworden. Am 6. (auch am 8. August) jähren sich die amerikanischen Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki.

Die Atombomben im August 1945 sollten das Ende des Zweiten Weltkrieges beschleunigen und Japan zur Kapitulation zwingen. 92.000 Menschen starben unmittelbar durch die Bombenexplosionen, weitere 130.000 Menschen erlagen später ihren schweren Verletzungen. Vor diesem Hintergrund wurde 1947, zwei Jahre nach den fatalen Abwürfen, der weltweite „Hiroshima“-Gedenktag zur Erinnerung an die Opfer ins Leben gerufen.

"Gottes Schöpfung zu bewahren ist unser Anspruch"

Bis heute ist dieser Gedenktag auch den Opfern von Atombombentests vor allem im Pazifik gewidmet sowie der von den gesundheitsschädlichen Folgen des Uranabbaus Betroffenen in Australien und Afrika, der von Uranmunitionseinsatz Betroffenen in Irak und Afghanistan als auch der Opfer der Unfälle in den Atomkraftwerken von Tschernobyl und Fukushima.

Mission EineWelt und die Pazifik-Informationsstelle wenden sich entschieden gegen eine zivile und militärische Nutzung von Atomenergie und Atomwaffen: „Gottes Schöpfung zu bewahren ist uns Anspruch und Verpflichtung zugleich“, sagen die Institutionen.

Gedenkveranstaltung in Nürnberg

Zum diesjährigen „Hiroshima-Gedenktag“ am vergangenen 6. August hatte Mission EineWelt gemeinsam mit der Pazifik-Informationsstelle, dem Nürnberger Evangelischen Forum für den Frieden, dem Nürnberger Friedensforum und weiteren Gruppen zu einer entsprechenden Gedenkveranstaltung vor der Nürnberger Lorenzkirche eingeladen. Auch die Kurzandacht in der St. Lorenz-Kirche widmet sich dem Thema – und den damit verbundenen Gefühlen und Gedanken, um gegen das Vergessen zu wirken.


06.08.2014 / Mission EineWelt / eigener Bericht
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