Kanzelrede in Bad Berneck

Schmerz kann uns mutig machen

Dekan Thomas Guba überreicht Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel einen Blumenstrauß.

Synodalpräsidentin Preidel besuchte das Dekanat Bad Berneck und hielt eine Kanzelrede in der Dreifaltigkeitskirche. Dekan Thomas Guba dankte ihr für den intensiven Austausch.

Bild: Dekanat Bad Berneck

Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel hat bei der Kanzelrede in Bad Bereck zu einem "Perspektivwechsel" in der Kirche aufgerufen.

"Wenn unsere Kirche beweglich bleiben will, dann braucht es einen Abschied von gewohnten Strukturen und das Suchen nach neuen Formen", sagte sie bei ihrer Kanzelrede am Sonntag in Bad Berneck. "Die Kirchenaustritte führen uns deutlich vor Augen: Es wird nicht so weitergehen." Deshalb brauche es den Mut, ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Wege zu gehen. Das gehe allerdings nicht von heute auf morgen, räumte Preidel ein.

Veränderungen brauchten Liebe, Geduld und Geschick, betonte Preidel. Darum sei es tröstlich zu wissen: „Was wir auch tun und lassen und schaffen und nicht schaffen: Was uns letztlich trägt, kommt nicht aus uns selbst. Was uns letztlich trägt, ist ein Anderer“ 

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Preidel betonte auch die Hoffnung der Christen an Ostern, dass der Tod nicht das Ende ist, und verknüpfte das Bild mit der Flüchtlingskrise und den Konflikten im Nahen Osten: "Der Frühling ist noch nicht da." Noch sei nicht entschieden, welchen Lauf "unsere arg geschundene Welt" nimmt. "Die Welt tobt um uns herum, sie macht uns Angst. Schwere Waffen werden vor unseren Augen hin und her bewegt." Die Angst vor Terrorismus sei allgegenwärtig. Menschen flöhen aus dem Mittleren Osten, weil sie keine Perspektive mehr haben. "Und wir haben hier Angst, ob wir das alles schaffen." Doch der Frühling werde kommen, betonte Preidel. "Tod und Gewalt werden nicht siegen." 


07.03.2016 / epd/ELKB