160 Jahre Diakonissen in Augsburg

"Powerfrauen für Christus"

Augsburger Diakonissen um 1950 beim Verbandrichten

Aus der 160-jährigen Geschichte : Eine Gruppe Augsburger Diakonissen um 1950 beim Verbandrichten.

Bild: Evangelische DIakonissenanstalt Augsburg

Am 15. Oktober 1855 traf die allererste Diakonisse in Augsburg ein. Mit einem Festgottesdienst in der St. Annakirche hat die Evangelische Diakonissenanstalt dieses 160-jährige Jubiläum gefeiert. 

Seit dem Dienstantritt der ersten Diakonisse Julie Hörner prägen evangelische Schwestern in der Alten- und Krankenpflege, in der Kinderbetreuung und in der Ausbildung das christliche Profil Augsburgs. Im Beisein von 630 Gästen feierte die Evangelische Diakonissenanstalt Augsburg dieses Jubiläum mit einem Festgottesdienst in der St. Anna-Kirche.

In seiner Festpredigt erinnerte Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm an die Anfänge der Diakonissenanstalt. "Wer auf das schaut, was daraus geworden ist, kann nur große Dankbarkeit empfinden", sagte Bedford-Strohm.

Zitat

Für mich sind die Diakonissen Powerfrauen für Christus. Frauen, die ihr Leben Christus gewidmet haben und die aus der Kraft Jesu Christi heraus zum Segen für so viele andere Menschen geworden sind." 

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

"Es ist eine lange Tradition, die mit dem heutigen Tag so eindrucksvoll sichtbar wird. Es sind beeindruckende Zahlen, die aus den Anfängen der Diakonissenanstalt Augsburg vor 160 Jahren bis heute entstanden sind: Mitarbeiterzahlen, die Zahlen der Hilfsempfänger oder auch ihre wirtschaftliche Seite, die Umsatzzahlen." All das aber gebe dem Festtag nicht seinen Grund. Die Diakonissen wüßten "am allerbesten, dass sie nicht aus sich selbst leben, sondern dass es die Kraft unseres Herrn Jesus Christus ist, die sie trägt, die uns alle trägt, die die ganze Arbeit in unserer Kirche und Diakonie trägt und die allein die Augsburger Diakonissenanstalt durch diese 160 Jahre getragen hat."

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Derzeit umfasst die Schwesternschaft 55 Diakonissen, die alle nicht mehr im aktiven Dienst arbeiten. Dennoch ist das "Diako" mit dem Mutterhaus, der Stadtklinik, dem Ärztehaus und dem Seniorenwohnheim Pauline-Fischer-Haus ein Ort, an dem christliches Leben spürbar wird. „Ich hoffe, dass wir die Kraft, die Treue und die Frömmigkeit, die von unserer Schwesterngemeinschaft ausgeht, auch in Zukunft lebendig halten können“, erklärt Oberin Pfarrerin Christiane Ludwig. Damit die Prägekraft der Schwestern auch in Zukunft im Blick der Dienstgemeinschaft bleibt, gibt es seit 2003 die freiwillige „Zusatzqualifikation zur Mitarbeit im Diakonat“.

Festgottesdienst in St. Anna mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

Festgottesdienst in St. Anna mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

Bild: Foto Behrbohm, Augsburg

„Ich freue mich sehr über die Wertschätzung, die unsere Diakonissen und Mitarbeitenden für ihren Dienst am Menschen erhalten“, erklärte Rektor Heinrich Götz, der die Evangelische Diakonissenanstalt seit 2000 leitet und die Weichen für die Zukunft des "Diako" gestellt hat. Mit zum "Diako" gehören heute neben der Stadtklinik unter anderem die evangelische Fachakademie für Sozialpädagogik sowie die Schulen für Alten- und Krankenpflege. Insgesamt beschäftigt das "Diako" 650 Menschen. 


21.10.2015 / ELKB