Jahresfest im Jubiläumsjahr

10.000 Menschen feiern mit Rummelsberg

Besucher auf dem Jahrefest in Rummelsberg 2015

Das Jahresfest ist für viele ein Anziehungspunkt geworden. Auch im Jubiläumsjahr kamen zahlreiche Besucher nach Rummelsberg

Bild: Krätzer

Himmelfahrt hatte das Jubiläum der Rummelsberger einen Höhepunkt erreicht: Bei einem Gottesdienst mit dem Landesbischof, mit einer Museumseröffnung und mit viel Programm feierten sie ihr Jahresfest.

Nahezu 10.000 Menschen waren ins mittelfränkische Schwarzenbruck gekommen, um auch beim traditionellen Jahresfest mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Diakonie, sowie den Diakoninnen und Diakonen das 125-jährige Bestehen Rummelsbergs zu begehen. Bei strahlendem Sonnenschein lagerten sie sich auf dem Grünen Hügel, sahen den Jongleuren und Gauklern zu oder besichtigten die neue Dauerausstellung in Rummelsberg.

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In seiner Predigt im Festgottesdienst erinnerte Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm an die Kraft des Segens, den Jesus kurz vor seiner Himmelfahrt seinen Jüngern spendete. Dieser Segen werde bleiben „in all den Veränderungen, durch die wir gehen“ und die „uns manchmal fast den Atem nehmen“. Der Segen habe die Kraft „seine ganze Kirche in die Zukunft“ zu führen, betonte Bedford-Strohm.

Als eine der „größten geistlichen Herausforderungen, die die Diakonie in ihrer ganzen Geschichte zu bewältigen hatte“ bezeichnete es der Landesbischof, dass sich eine auf Erbarmen gegründete geistliche Gemeinschaft in einem „Sozialmarkt behaupten müsse, der kein Erbarmen kennt“. Als „sehr beeindruckend“ bezeichnete er die „Aufbrüche“ bei den Rummelsbergern in den vergangenen Jahren, unter Leitung von Rektor Günter Breitenbach in Kooperation mit der Leiterin der Rummelsberger Diakoninnengemeinschaft, Andrea Heußner und dem Leiter der Rummelsberger Brüderschaft, Martin Neukamm.

Weithin sichtbar

Transparent an einer Einrichtung der Rummelsberger.,© Krätzer

Die violetten Banner sind das Markenzeichen des Jubiläumsjahrs - hier kündigt ein Transparent Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm an, der das Jahresfest mitfeiert.

Prominenter Besucher

Der Landesbischof im Gottesdienst,© Krätzer
Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm feierte mit den Rummelsbergern den Festgottesdienst.

Festlicher Höhepunkt

Öffnung des Rummelsberg-Museums,© Krätzer
Ein Tor in die Geschichte: Der Landesbischof öffnet die Tür zum neuen Rummelsberg-Museum.

Historie der Brüderschaft

Landesbischof im Rummelsberg Museum,© Krätzer
Zusammen mit Rektor Günter Breitenbach (Mitte) besichtigt der Landesbischof eine Zeitleiste, die übersichtlich und informativ markante Punkte der Rummelsberger Brüderschaft darstellt. Darunter auch Pfarrer Wilhelm Strohm, den Großvater Bedford-Strohms, den ersten Brüderpfarrer der Brüderschaft von 1928 bis 1936.

Stimmungsvoller Gesang

Carolin Niemczyk von der Band Glasperlenspiel,© Krätzer
Besonders die jungen Gäste begeisterte zum Abschluss die Band Glasperlenspiel mit Sängerin Carolin Niemczyk.

Ein rasantes Rennen

Oberkirchenrat Bierbaum beim Seifenkistenrennen in Rummelsberg,© Krätzer
Schon einige Wochen zuvor hatte Oberkirchenrat Detlev Bierbaum am traditionellen Seifenkistenrennen der Brüder und Diakoninnen in Ausbildung teilgenomen - mit sichtlich viel Spaß.

Der Rektor der Rummelsberger Diakonie, Günter Breitenbach, sagte beim Jahresfest, es mache ihn froh, dass die Rummelsberger ihr 125-jähriges Jubiläum "unbeschwert feiern". "Geistlich, wirtschaftlich und kommunikativ" stehe die Diakonie wieder gut da. Dies sei möglich geworden, weil man alte Muster aufgelöst und "mit Mut Neues begrüßt" habe.

Erstmals beim Jahresfest zu sehen war die neue Dauerausstellung zur Geschichte der Rummelsberger, die Bedford-Strohm eröffnete. Dort betrachtete er das Bild seines Großvaters Wilhelm Strohm, der ab dem Jahr 1928 Brüderpfarrer in Rummelsberg war.

Weitere Jubiläumsfeierlichkeiten

Mit einem Konzert der deutschen Elektropop- und Singer-Songwriterband „Glasperlenspiel“ mit Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg klang das Jahresfest 2015 aus. Doch die Jubiläumfeierlichkeiten sind noch nicht zu Ende: Der Festgottesdienst anlässlich des Jubiläums findet am 26. Juni in St. Sebald in Nürnberg statt. Anschließend wird es einen Festakt im Rathaussaal geben. Und noch bis zum 24. Juni können Hobbyfotografem sich am Jubiläums-Fotowettbewerb beteiligen. Gesucht wird das beste Bild zum Thema „125“.

Es begann mit acht Brüdern

Vor 125 Jahren schlossen sich acht junge Männer in Nürnberg zusammen, um sich zu Diakonen ausbilden zu lassen. Dies war die Geburtsstunde der Rummelsberger Brüderschaft und damit auch des diakonischen Trägers. Derzeit sind über 900 Rummelsberger Diakone und 250 Diakoninnen in Bayern im Einsatz. Die Diakonie betreibt derzeit 227 soziale Einrichtungen in 50 Kommunen. Rund 12.000 Menschen besuchen Kindertagesstätten, Förderschulen, Behindertenwerkstätten und Seniorenheime. Etwa 5.400 Beschäftigte sind bei den Rummelsbergern tätig. In Rummelsberger Häusern sind derzeit auch 257 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und 74 erwachsene Flüchtlinge untergebracht.

Das Jahresfest wird bereits seit 1922 gefeiert, als der Nürnberger CVJM erstmals einen Ausflug nach Rummelsberg machte. Inzwischen ist es ein Publikumsmagnet für viele, für die das Jahresfest mit seinem bunten und vielseitigen Programm und Angeboten fest zur Jahresplanung gehört.


16.05.2015 / ELKB/epd