Israelreise des Landesbischofs

"Die Hoffnung nicht verlieren"

Am Ende seiner einwöchigen Reise nach Israel und Palästina zieht der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm Bilanz.

Mit einem Aufruf, Feindschaften zu überwinden, hat Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm seine einwöchige Reise ins Heilige Land beendet.

Bei einem Gottesdienst am Sonntag in der Jerusalemer Erlöserkirche erinnerte er an die Not der Jesiden, den Kampf der Kurden gegen den "Islamischen Staat" sowie den israelisch-palästinensischen Konflikt. "In Gaza sind die Häuser zerstört und der Winter kommt", sagte Heinrich Bedford-Strohm. "Es hat so viele Tote gegeben."

Unversöhnlich gab sich der Landesbischof gegenüber denen, die unter Berufung auf die Religion anderen das Recht auf Religionsausübung absprechen. "Welch Perversion der Berufung auf Gott, wenn die Vernichtung anderer Menschen als der Wille Gottes ausgegeben wird", sagte er. Der Gottesdienst solle zur "Kraft des Friedens" werden.

Dichtes Programm

Im Verlauf seiner Reise besuchte der Landesbischof die Grenze zum Gazastreifen und traf mit Psychologen im Traumazentrum im israelischen Sderot zusammen. Diese waren während des knapp sechswöchigen Krieges im Sommer unter heftigen Raketenbeschuss geraten. In Hebron begegnete Bedford-Strohm einer Gruppe von Palästinensern und unternahm mit israelischen Ex-Soldaten der Initiative "Breaking the Silence" ("Das Schweigen brechen") eine Fahrt zu brisanten Orten der Stadt.

In Jerusalem sprach der Geistliche mit Rabbi David Rosen, Direktor bei der Global Jewish Advocacy, sowie mit dem Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land, Munib Younan.


22.10.2014 / epd
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