Literaturabende in Kempten

Hinter dem Horizont

Eine Frau blickt zum Horizont

Über den Horizont hinauszublicken: dazu sollen die Kemptener Literaturabende anregen.

Bild: iStockPhoto / elenaleonova

Zum Ende der Sommerferien bietet das Dekanat Kempten eine Veranstaltungsreihe an, die zum Nachdenken anregen soll: „Literarische Sommerabende“ wollen „hinter unseren Horizont“ blicken.

Die Keckkapelle ist die älteste Kirche von Kempten, selbst eine der ältesten Städte Deutschlands, malerisch im Allgäu gelegen. Die Keckkapelle, dem heiligen Stephanus geweiht, ist romanischen Ursprungs, ihr Bau basiert aus dem Hochmittelalter – einen besinnlicheren Ort für die Auseinandersetzung mit Sprache könnte man sich kaum denken.

Gleich drei „Literarische Sommerabende“ veranstaltet das Dekanat Kempten in der atmosphärischen Kirche, die sich über die Kemptener Altstadt erhebt (Kaufbeurer Straße / Ecke Berliner Platz). Thomas Öder, ehemals Pfarrer in der Kemptener Kirche St. Mang stellt an drei aufeinanderfolgenden Sonntagen zeitgenössische Romane vor, die sich mit Fragen nach Sinn, Schicksal und Gerechtigkeit beschäftigen, ebenso wie mit der Suche nach einer unverfügbaren und bedingungslosen Lebensverankerung – und der Sehnsucht nach einem Himmel und Antworten auf Fragen, die „hinter unserem Horizont“ liegen.

Bücher von Green, Murakami und Zähringer

Der erste „Literarische Sommerabend“ unter dem Titel „Der Himmel beim Namen genannt“ findet statt am Sonntag, 31. August. An diesem Termin präsentiert Pfarrer Öder das Buch „Das Spinoza-Problem“, den dritten großen Roman des amerikanischen Schriftstellers Irvin David Yalom sowie den gerade verfilmten Jugendroman „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ des amerikanischen Schriftstellers John Green.

Der zweite „Literarische Sommerabend“ unter dem Titel „Der verhangene Himmel“ findet statt am Sonntag, 7. September, an dem erneut zwei Bücher im Mittelpunkt stehen: „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ des japanischen Autors Haruki Murakami und „Über Meeres Höhe“ von der Italienerin Francesca Melandri.

"Der kleine und der große Himmel"

Am Sonntag, 14. September, öffnen sich die Pforten der Keckkapelle dann für den dritten und letzten „Literarischen Sommerabend“ unter dem Titel „Der kleine und der große Himmel“. Pfarrer Öder wird an diesem letzten Termin den Roman „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“ der Biologin und Journalistin Elisabeth Tova Bailey vorstellen, ebenso wie das Buch „Bis zum Ende der Welt“ des deutschen Wortkomponisten Norbert Zähringer.

Alle drei „Literarische Sommerabende“ finden jeweils von 19 bis 20 Uhr statt. Der Eintritt ist frei, um Spenden zum Erhalt der Keckkapelle wird gebeten.


29.08.2014 / Dekanat Kempten / ELKB
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