Tagung der Landessynode in Schweinfurt

Herbsttagung 2015

Tagung der Landessynode in Schweinfurt

Zur Herbsttagung sind die Synodalen in Schweinfurt zu Gast.

Bild: Kirchengemeinde St. Johannis

Vom 22. bis 26. November 2015 ist die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Schweinfurt zu Gast. Traditionell stehen die Finanzen im Mittelpunkt der Herbstberatungen.

Die 108 Mitglieder der bayerischen Landesynode kommen vom 22. bis 26. November in Schweinfurt zusammen. Die Synode beginnt mit einem Eröffnungsgottesdienst am Sonntag, 22. Nov um 18 Uhr in der St. Johanniskirche (Martin Luther Platz 1, Schweinfurt). Prediger ist diesmal Bischof Åke Bonnier aus der schwedischen Partnerdiözese Skara. Nach dem Gottesdienst sind die Synodalen zu einem Empfang der Stadt Schweinfurt ins Rathaus eingeladen.

Plenarsitzungen im Gemeindehaus
Die öffentlichen Beratungen der Synode finden im Evangelischen Gemeindehaus (Friedensstraße 23, Schweinfurt) statt. Sie beginnen am Montag um 9 Uhr mit der Begrüßung und der Ansprache der Präsidentin der Landessynode, Annekathrin Preidel. Nach dem Rechenschaftsbericht des Landessynodalausschusses schließt sich der Bericht von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm an.Die Synode beendet ihre Tagung am Donnerstagnachmittag mit einem Reisesegen des Landesbischofs.

Haushalt 2016
Im Zentrum der Herbsttagung steht die Verabschiedung des Haushalts für das kommende Jahr. Den Synodalen liegt ein Haushaltsentwurf mit ordentlichen Erträgen von 890.528 388 Euro und ordentlichen Aufwendungen in Höhe von 874.822 577 Euro zur Beschlussfassung vor.

Weitere wichtige Entscheidungen und Themen der Synodaltagung
• Mehrere Vereinbarungen über Kirchenpartnerschaften werden verlängert: Mit der „Gemeinschaft Lutherischer Kirche in Zentralamerika“ (CILCA), mit der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB), sowie der Diözese Skara in der Kirche von Schweden.

• Partnerschaft konkret: Über die Erfahrungen von schwedischen Pfarrerinnen und Pfarrern in bayerischen Gemeinden und bayerischen Pfarrerinnen und Pfarrern in Gemeinden der schwedischen Diözese Skara berichten Teilnehmer des Austauschprogramms auf einem Podium am Dienstag um 10.15 Uhr im Plenum.

• Mit den Flüchtlingen kommen derzeit viele Muslime nach Deutschland. Wenn Christen und Muslime zusammenkommen – welche Rolle spielt die unterschiedliche Religion? Der Ökumenefachausschuss hat jetzt ein Konzept „Interreligiöser Dialog“ zum Umgang von Christen mit Angehörigen anderer Religionen erarbeitet. Dieses Konzept liegt der Synode zur Beratung und Beschlussfassung jetzt vor.

• Künftig sollen auch bayerische Gemeindepfarrerinnen und –pfarrer ein kommunalpolitisches Mandat übernehmen können – so der Vorschlag einer Änderung des Pfarrdienstausführungsgesetzes. Bisher war es so, dass GemeindepfarrerInnen ihr Amt ruhen lassen mussten (und keine Besoldung erhielten), wenn sie ein politisches Mandat übernahmen. Die bayerische Landeskirche hatte damit eine der restriktivsten Regelungen innerhalb der EKD.

• Am Mittwochabend wird die Synode den Abschlussbericht zum Projekt „Berufsbild: Pfarrerin, Pfarrer“ von Regionalbischof Ark Nitsche entgegennehmen. Hintergrund: Nachdem in den vergangenen Jahren immer häufiger Klagen über die Arbeitsüberlastung von Pfarrerinnen und Pfarrern laut wurden, hatte die Landessynode 2012 beschlossen, in einem Projekt das Profil des Pfarrberufs und die beruflichen Anforderungen in der gegenwärtigen Situation zu erheben und Lösungsvorschläge zur Vermeidung von Überlastung zu erarbeiten. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

• Andacht unter freiem Himmel: Die Morgenandacht der Synodalen am Dienstagmorgen zum Thema „Frieden“ hat ein besonderes Format und findet an diesem Tag am Friedensdenkmal „Rad der Gewalt“ auf dem Friedhof von Euerbach statt. Die Synodalen fahren mit Bussen dorthin.

• Ein Zwischenbericht eines Ausschusses, der sich mit der Frage beschäftigt: Soll die Barmer Theologische Erklärung in die Kirchenverfassung aufgenommen werden? steht am Dienstag vor der Mittagspause auf der Tagesordnung.

Eingaben an die Landessynode
Jedes Mitglied der bayerischen Landeskirche hat das Recht, eine Eingabe an die Synode zu richten. 13 Eingaben liegen diesmal vor. Eine Eingabe etwa bittet die Synode, sich dafür einzusetzen, dass das persönliche Bekreuzigen auch in allen evangelischen Gemeinden als verbindendes Zeichen mit den katholischen und orthodoxen Gläubigen empfohlen wird. Eine andere Eingabe fordert dazu auf, dass die Landeskirche nur noch Rahmenverträge (Strom, Verkehr, Telekommunikation etc) mit Firmen abschließen soll, die eine Gemeinwohl-Ökonomiebilanz (nach Christian Felber) erstellen.
Alle Eingaben werden in den entsprechenden Fachausschüssen der Synode vorberaten. Die Beschlussfassung über jede einzelne Eingabe findet am Donnerstag statt.


12.11.2015 / ELKB
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