Landeskirche stärkt Netzwerk

Gemeinsam für die Region

Karikatur von Pfarrer Thomas Wolf: Hulda, das Huhn zum Öffentlichen Personennahverkehr in Oberfranken

Auch das ein Thema von "Gemeinsam für die Region": Der Öffentliche Personennahverkehr, der - wie hier von Thomas Wolf in Echtzeitskizze gezeichnet - oft viel zu selten verkehrt. ÖPerfektNV Oberfranken heißt deshalb das Bild.

Bild: Thomas Wolf, http://www.hulda-das-huhn.de/

Die bayerische evangelische Landeskirche investiert weiter in das Netzwerk "Gemeinsam für die Region" in Nordostbayern. Die Leitung der Initiative ist künftig Dienstauftrag einer neuen Pfarrstelle.

Die bayerische evangelische Landeskirche investiert weiter in das Netzwerk "Gemeinsam für die Region" in Nordostbayern. Die Leitung der kirchlichen Initiative, die den Strukturwandel in der Region mit zahlreichen kreativen Aktivitäten begleitet, gehört künftig zum Dienstauftrag einer neu errichteten zweiten Pfarrstelle am Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum in Bad Alexandersbad (Landkreis Wunsiedel). Dies teilte die Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des Netzwerks mit.

Greiner: "Netzwerk unersetzbar und zukunftsfähig"

In ihrem Grußwort würdigte Greiner die Initiative als eine "große sinnvolle Sache". Zehn Jahre sei das Netzwerk jung, doch es habe sich bewährt und gehe in eine geklärte Zukunft. Seine stark ausgeprägte Potentialorientierung lasse es überdies für die Region' "so unersetzbar und zukunftsfähig" werden.

Mehr zum Thema

Das Netzwerk war im Jahr 2005 unter Federführung des damaligen oberfränkischen Regionalbischofs Wilfried Beyhl aufgebaut worden mit dem Ziel, die "Selbstheilungskräfte" der Grenzregion zu Tschechien zu mobilisieren und Impulse für bürgerschaftliches Engagements zu geben. "Dieses Netzwerk ist unsere kirchliche Antwort auf die besonderen Herausforderungen unserer Region", sagte seine Amtsnachfolgerin Greiner am Donnerstag. Seit den Anfängen sei es von realistischem Optimismus geprägt und fördere Kooperationen zwischen Verantwortungsträgern aller Art zum Wohl der Region: "Es stärkt, was uns stark macht." Nach den Worten von Andreas Benecker, Leiter des Alexandersbader Zentrums, hat das Netzwerk wertvolle Arbeit geleistet, der Region einen Weg "aus der empfundenen Ohnmacht" hin zur Besinnung auf die eigenen Kräfte zu zeigen. Kirche habe heute den Auftrag, ihre Positionen in den Dialog etwa mit der Kommunalpolitik einzubringen.


15.06.2015 / epd