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Fundraising-Preis belohnt kreative Aktionen

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Kreative Projekte gesucht: Landeskirche und Diakonie schreiben Fundraising-Preis aus

Bild: Jungwirth

Unter dem Motto „Menschen begeistern – Projekte finanzieren“ schreiben die Landeskirche und das Diakonische Werk gemeinsam einen Fundraising-Preis aus. Bewerbungsschluss: 18. September 2015. 

Zahlreiche Aktivitäten in Kirchengemeinden, diakonischen und kirchlichen Einrichtungen begeistern und überzeugen Menschen. Damit diese Vorhaben umgesetzt und finanziert werden können, braucht es ehrenamtliche Mitarbeit, Zeit-, Geld- und Sachspenden, Förderer und Unterstützer – kurz: Fundraising. Unter dem Motto „Menschen begeistern – Projekte finanzieren“ schreiben die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und das Diakonische Werk Bayern gemeinsam einen Fundraising-Preis aus. Damit wollen sie ein Zeichen der Anerkennung und Würdigung setzen für alle, die sich in Kirche und Diakonie engagieren. 

„In unseren Kirchengemeinden und kirchlichen und diakonischen Einrichtungen finden viele Projekte statt, die Menschen begeistern und somit von der frohen Botschaft künden“, so die Synodalpräsidentin und Schirmherrin Annekathrin Preidel bei der Vorstellung des Wettbewerbs. Sie hob hervor, dass das Kapital der Kirche nicht das Geld sondern die Menschen seien, aber - so Preidel wörtlich - „wenn das Geld fehlt, können viele gute Ideen nicht umgesetzt werden.“ Deshalb ermuntere sie Gemeinden und Einrichtungen zur Teilnahme an dem Fundraising-Preis. Die Verleihung an die fünf Preisträger findet im Rahmen der Landessynodaltagung im April 2016 statt.


Zitat

 Fundraising versteht sich immer als Beziehungsarbeit, denn Menschen unterstützen nur Anliegen, die ihnen am Herzen liegen und zu denen sie einen Bezug beziehungsweise eine Beziehung haben.

Christian Eitmann, Fundraising-Referent

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Wer phantasievoll um Unterstützung für ein kirchliches oder diakonisches Vorhaben wirbt, kann sein Fundraising-Konzept jetzt für den Fundraising-Preis vorschlagen. In Frage kommen Projekte, die in den letzten zwei Jahren abgeschlossen wurden oder die sich noch in der Umsetzungsphase befinden. Da die Bewerbungsfrist am 18. September 2015 und damit kurz nach den bayerischen Sommerferien endet, empfehlen die Organisatoren, schon vor Ferienbeginn die Bewerbung einzureichen. Als Preisgeld winken insgesamt 15.000 Euro.

Teilnehmen können Kirchengemeinden sowie diakonische und kirchliche Träger und Werke, Einrichtungen der Jugendarbeit, Projektgruppen und Initiativen innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Diakonie in Bayern. 

Mehr zum Thema

Der Fundraising-Preis wird 2016 zum zweiten Mal vergeben. Der Wettbewerb möchte die Vielfalt von Ideen und Aktionen sichtbar machen und dazu beitragen, dass kirchliche und diakonische Einrichtungen von erfolgreichen Beispielen lernen können.

Beim ersten Durchgang des Wettbewerbs 2007 erhielt die Evangelische TelefonSeelsorge München im ebz den ersten Preis. Deren stellvertretende Leiterin, Bettina Irschl, stellt rückblickend zufrieden fest: „Wir haben damals viel Aufmerksamkeit bekommen, in der Kirche und auch in der Öffentlichkeit. Das hat dem Spendenaufkommen und dem Team aus Ehren- und Hauptamtlichen gut getan.“

Beteiligung schafft Bindung

„Viele Kirchengemeinden bringen gute Voraussetzungen für das Fundraising mit. Wenn bereits gute Beziehungen zur Kommune, zu den Vereinen und vor allem zu den eigenen Mitgliedern vorhanden sind und das Projekt unumstritten ist, steht dem Fundraising nichts im Wege und wir können das Projekt gut begleiten“, so Fundraising-Referent Christian Eitmann aus dem Kompetenzzentrum Fundraising in Ansbach. Das Kompetenzzentrums berät seit dem Jahr 2007 gemeinsam mit den regionalen Beauftragten für Fundraising bayernweit Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen. Mehr als 400 Projekte mit insgesamt rund 13 Millionen Einnahmen konnten die Fundraising-Experten aus Ansbach in den vergangenen Jahren begleiten. 

Ein Unterschied im Vergleich mit anderen großen Organisationen wie zum Beispiel Greenpeace sei, dass im kirchlichen Fundraising die Beteiligung, also das Mitwirken der Menschen im Mittelpunkt stehe. Eitmann: „Viele Gemeinden nutzen beispielsweise die Talente-Aktion, um viele Menschen an ihrem Projekt zu beteiligen und erhalten dann im Nachgang zu dieser Aktion Spenden. Oder sie führen Benefizläufe oder andere Benefizveranstaltungen durch und beteiligen sich dadurch selbst. Gerade in ländlichen Gebieten packen die Menschen selbst mit an und bringen eigene Leistungen ein. Beteiligung schafft Bindung und somit einen Grund zu sagen: Ich bin gern evangelisch.“ 


17.06.2015 / ELKB/Baumann