Eröffnung der Fastenaktion 2015

"Füreinander einstehen"

Karte der Ukraine

Hilfe für die Ukraine: die "Aktion Fastenopfer 2015" setzt sich dafür ein.

Bild: (c) ELKB / Poep

Zeichen setzen von Solidarität und Verbundenheit mit den Menschen aus der Ostukraine: Die Fastenaktion 2015 wurde am vergangenen Sonntag in Regensburg in einem Festgottesdienst eröffnet.

Vor einem Jahr hofften die Demonstranten, dass sich die Machtverhältnisse in der Ukraine ändern würden und jubelten im Februar 2014 auf dem Maidan zum zweiten Mal über den Sieg der Demokratie und die Absetzung von Ministerpräsident Janukowitsch.

Informationen zum Thema

Fastenaktion 2015

Spenden können Sie auch direkt bei Ihrem Pfarramt abgeben oder auf das Spendenkonto der ELKB einzahlen:
Evangelische Kreditgenossenschaft eB
IBAN DE51 520604100001001000
BIC GENODEF1EK1

 

 

Ein Jahr später sind die Menschen in den Gemeinden im Osten an der Grenze zu Russland oft am Ende ihrer Kraft. Viele haben Donezk und die umkämpften Gebiete verlassen. Mehr als 500.000 Menschen sind aus dem Osten aufgrund der anhaltenden Kämpfe und der unsicheren Situation dort in die westlichen Teile der Ukraine geflohen.

Die bayerische Landeskirche will mit der Fastenaktion 2015 die Arbeit mit Flüchtlingen in den ukrainischen Gemeinden und Diakoniestationen unterstützen. In einem Festgottesdienst am vergangenen Sonntag, 22. Februar 2015, wurde die Fastenaktion in der Regensburger Johanneskirche eröffnet. In den Kirchengemeinden werden nun bis Ostern unter dem Motto "füreinander einstehen" Geldspenden gesammelt.

Wie Oberkirchenrat Michael Martin, der Leiter der Abteilung "Ökumene und kirchliches Leben" im Festgottesdienst berichtet, kümmert sich beispielsweise die kleine lutherische Gemeinde in Regensburgs Partnerstadt Odessa um Flüchtlinge in ihrem Gemeindebereich. Die Kirchengemeinde in Charkiv versorgt vor allem Flüchtlinge, die aus Donzesk und Lugansk gestrandet seien. Mit einem Bus fahren jede Woche Psychologinnen zu einem Sanatorium bei Odessa, dort leben 500 Flüchtlinge, unter ihnen viele Kinder und alte Menschen. Sie versuchen mit ihnen, die schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten. „Schon mit 10 Euro kann eine Person in einer der Notunterkünfte drei Tage lang versorgt werden“, so Martin. „Ein kleiner Beitrag, kann also schon eine große Hilfe sein.“ Mit der Fastenaktion "füreinander einstehen" sammelt die bayerische Landeskirche Geld für die beiden Partnerkirchen. Damit fördert sie wichtige Projekte in diesen Kirchen, die ohne diese Unterstützung nicht möglich wären. Die Spenden helfen direkt vor Ort und die Landeskirche garantiert, dass die Spende auch zu 100 Prozent ankommt. Gerade im Osten der Ukraine ist es besonders nötig, einen Beitrag zum Wiederaufbau zu leisten und die Gemeinden zu unterstützen.

"Weil wir alle zusammen die eine Kirche Jesu Christi sind"

Füreinander einstehen heißt, Anteil nehmen an der Situation der Partner und in einer lebendigen Beziehung zu leben, von den Erfahrungen der anderen zu profitieren und die anderen mit in das Gebet einzuschließen. „Wir wollen in der Fürbitte ganz besonders an die Gemeinden in Donezk und Makiivka denken, bei denen viele Gemeindeglieder immer noch in großer Angst leben und eigentlich nur in Frieden leben wollen. Aber auch für die Gemeinden in Charkiv beten wir, für die Gemeinden in Odessa und Peterstal und für die anderen in der DELKU. Wir zeigen dadurch, dass wir füreinander einstehen. Füreinander einstehen, weil wir alle zusammen die eine Kirche Jesu Christi sind“, ruft Oberkirchenrat Michael Martin auf.

Die Fastenaktion "füreinander einstehen" ist eine Aktion der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Bayern, dem Martin-Luther-Verein in Bayern und dem Gustav-Adolf-Werk Bayern.


23.02.2015 / ELKB / Poep