Ebola-Epidemie

Hilfe für Liberia

Liberia

Auch in den Hilfsprojekte der Lutherischen Kirche (hier: Under The Tree, UTT) herrscht Angst vor dem gefährlichen Virus.

Bild: Mission EineWelt

Mission EineWelt und die Diakonie Katastrophenhilfe rufen zu Fürbitte und Spenden für die massiv von Ebola betroffene Kirche in Liberia auf. In der Partnerkirche wachsen Angst und Unruhe.

Die Lutherische Kirche in Liberia (LCL) sei seit März dieses Jahres massiv von der Ebola-Epidemie betroffen, berichtet Mission EineWelt. Die Zahl der Infizierten in Westafrika sei nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO auf mehr als 1600 gestiegen. Fast 900 Menschen sind bereits an den Folgen der Viruserkrankung gestorben. In der liberianischen Partnerkirche griffen laut Mission EineWelt Angst und Verunsicherung um sich. Eines der beiden Krankenhäuser der LCL habe bereits geschlossen werden müssen, um nicht selber zu einem Infektionsherd zu werden. Auch mindestens eine Kirchengemeinde sei zeitweilig geschlossen worden.

Zitat

Allmächtiger und barmherziger Vater, heute bitten wir besonders für die Menschen in Liberia, die unter der Ebola-Epidemie leiden. Angst und Verunsicherung greifen angesichts der Todesgefahr um sich. Wir bitten dich für unsere Partnerkirche und alle Menschen in Liberia: Schenke du Heilung und Gesundung, wo Menschen an Ebola erkrankt sind. Stärke und ermutige alle, die sich für die Kranken einsetzen, und hilf, dass sie sicher und bewahrt ihre Arbeit tun können. Amen.

Mission EineWelt

Für das sehr verunsicherte medizinische Personal in den Krankenhäusern fehlten oft notwendige Schutzeinrichtungen, erklärt Mission EineWelt. Auch viele Traditionen wie Händeschütteln, Verabschiedung von Verstorbenen und andere Körperkontakte müssten unterbleiben, um eine Ansteckung mit dem tödlichen Virus zu vermeiden.

Informationen zum Thema

Spenden für Liberia

Spenden werden dringend erbeten unter dem Stichwort „Ebola Epidemie“ auf folgende Konten:

Mission EineWelt IBAN: DE12 5206 0410 0001 0111 11 BIC: GENODEF 1EK1 oder online über: http://www.mission-einewelt.de

Diakonie Katastrophenhilfe IBAN: DE72 5206 0410 0000 0998 80 GENODEF1EK1 oder online: http://www.diakonie-bayern.de

Es brauche allerdings noch viel Aufklärung, um Verhaltensänderungen zu erreichen. In dieser Katastrophensituation hat die bayerische Landeskirche als erste Hilfsmaßnahme einen Betrag von 80.000 Euro zur Aufklärung der Menschen und zum Schutz des Pflegepersonals zur Verfügung gestellt.

Inzwischen klären medizinische Teams bei Gemeindeversammlungen in den Dörfern Frauen und Männer über Gefahren, Übertragungswege und Vorbeugung auf. Geistliche aller Religionen und andere angesehene Personen des öffentlichen Lebens sind einbezogen und geben das lebensrettende Wissen weiter. Auch Plakate und Faltblätter sind Teil der Aufklärung: Sie erklären in einfachen Worten und veranschaulichen mit Zeichnungen, wie ein Schutz möglich ist.

Der weltweite Zusammenschluss kirchlicher Hilfswerke, ACT Alliance, in dem die Diakonie Katastrophenhilfe, Mission EineWelt und die bayerische Landeskirche zusammenarbeiten, kämpft in Liberia gegen die Ebola-Epidemie. Zusätzlich werden über ein Projekt der Christian Health Association of Liberia die Mitarbeitenden in kirchlichen Gesundheitseinrichtungen durch Materialien wie zum Beispiel Schutzoveralls und Schulungen bei der täglichen Arbeit unterstützt.

Daneben benötigt die Partnerkirche in Liberia dringend die Fürbitte der bayerischen Christen. Mit einem Gebetsvorschlag bittet Mission EineWelt alle Gemeinden, die Situation in Liberia in das sonntägliche Fürbittengebet aufzunehmen.


13.08.2014 / ELKB
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