Woche für das Leben

Respekt und Achtung bis zum Ende

Plakat der 'Woche für das Leben'

"Sterben in Würde": das Thema der diesjährigen "Woche für das leben" bettet sich in den Drei-Jahres-Zyklus "Herr, Dir in die Hände".

Bild: (c) www.woche-fuer-das-leben.de

„Sterben in Würde“: Der Leitgedanke der „Woche für das Leben“ vom 18. bis 25. April erfordert eine aufrichtige und sensible Auseinandersetzung mit einem Tabuthema.

Seit 1991 gibt es die „Woche für das Leben“, ausgerichtet von der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland als Aktionswoche mit jährlich wechselnden Themen. Gemeinden organisieren dafür deutschlandweit Gottesdienste und Veranstaltungen, bei denen die Menschen das Thema der Aktionswoche besprechen können, um das kollektive Bewusstsein für die stets der Menschenwürde nahestehenden ethischen Leitgedanken zu schärfen.

„Sterben in Würde“ heißt das Thema in diesem Jahr im Rahmen des Drei-Jahres-Zyklus‘ „Herr, Dir in die Hände“. Und die Organisatoren haben sich nicht umsonst für das Thema „Sterben in Würde“ entschieden, das immer noch als großes Tabu gilt. „Sehr viele Menschen haben Angst davor, am Lebensende nicht mehr über sich selbst bestimmen und nur noch ein gebrechliches Leben unter Schmerzen und völliger Abhängigkeit von Pflege und Medizin führen zu können“, so die Initiatoren.

Viele hätten überdies „Sorge, ihrem Partner, den Kindern oder Verwandten zur Last zu fallen. Die Woche für das Leben greift in diesem Jahr diese Sorge auf und möchte Lösungswege aufzeigen.“ Die Fragen, um die es dabei geht: „Was bedeutet es aus christlicher Sicht, menschenwürdig zu sterben? Gilt eine Pflicht zum Lebenserhalt um jeden Preis? Wie sind Menschen im Sterbeprozess zu begleiten und wie müssen gesellschaftliche Institutionen gestaltet sein, um ein menschenwürdiges Sterben zu fördern?“

Wichtige Fragen, die in den zahlreichen Veranstaltungen bundesweit im Mittelpunkt stehen. Als Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland gestaltet Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Reinhard Kardinal Marx sowie Bischöfin Kirsten Fehrs und Erbischof Stefan Heße die offizielle Eröffnung der „Woche für das Leben“ am Samstag, 18. April, in Hamburg: der „Ökumenische Gottesdienst“ findet am 18. April um 11 Uhr in der Hauptkirche Sankt Katharinen, Katharinenhof 1, in Hamburg statt.

Gottesdienste in Eichstätt und Naila

Parallel finden auch zahlreiche Gottesdienste in anderen Bundesländern statt und natürlich auch in Bayern. So eröffnet die Nürnberger Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern gemeinsam mit Bischof Gregor Maria Hanke die „Woche für das Leben“ am Samstag, 18. April, im Rahmen eines „Ökumenischen Gottesdienstes“ im Dom in Eichstätt. Der Gottesdienst beginnt um 15.30 Uhr, anschließend gibt es einen großen Festakt im Eichstätter Dompfarrheim St. Marien.

Ein anderer Gottesdienst findet in Naila statt. Für den Bereich des Kirchenkreises und des Erzbistums gestalten die Bayreuther Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner und Erzbischof Dr. Ludwig Schick am Samstag, 18. April, einen ökumenischen Eröffnungsgottesdienst in der oberfränkischen Stadt: Der Gottesdienst beginnt um 16 Uhr in der Stadtkirche. Die anschließende Begegnung findet in der „Schule am Martinsberg“, Gartenstraße 25, in Naila, statt. Die Gottesdienstteilnehmer haben die Möglichkeit, das Hospiz, das sich direkt neben der Schule befindet, in kleinen Gruppen zu besuchen.


13.04.2015 / ELKB / Poep
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