Evangelische Jugend gegen "hate speech"

"Die Welt ist bunt. Gott sei Dank."

Mitglieder der Landesjugendkammer mit dem Transparent 'Die Welt ist bunt'

"Die Welt ist bunt. Gott sei Dank. Rechtsextremismus zerstört." Die EJB ruft dazu auf, dieses Banner möglichst häufig in den sozialen Netzwerken zu teilen.

Bild: ejb

Die Evangelische Jugend in Bayern (EJB) reagiert mit einer Online-Demonstration auf den Anstieg hasserfüllter Posts und rassistischer Kommentare in sozialen Netzwerken.

Jugendgruppen, Dekanate und Mitgliedsverbände sind dazu aufgerufen, den antirassistischen Banner „Die Welt ist bunt. Gott sei Dank.“ bis Ostern auf ihren jeweiligen Online-Kommunikationskanälen wie Facebook, Twitter, Instagram und Co. zu verbreiten.

Die momentane gesellschaftliche Situation ist auf vielen Ebenen von rechtsextremen Äußerungen und Taten geprägt. Gerade in den sozialen Netzwerken nehmen die Mitglieder der Landesjugendkammer einen massiven Anstieg von „hate speech“ wahr. Diese Entwicklung bestätigt die Amadeu Antonio Stiftung: „Die Debattenkultur im Internet ist aggressiv, verletzend und nicht selten hasserfüllt und bedrohlich.“ Das Banner „Die Welt ist bunt. Gott sei Dank.“ entstand im Zuge der thematischen Befassung mit dem „Positionspapier gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus“ im Jahr 2008.

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Außerdem schlossen sich die Mitglieder der Landesjugendkammer bei ihrer Vollversammlung am vergangenen Samstag dem Wort der Landeskonferenz „Zukunft gestalten statt schwarz malen“ an. Darin werden die unsachlichen politischen Diskussionen angeprangert. „Es ist erschreckend zu beobachten, wie führende Politiker unseres Landes zunehmend über Defizite diskutieren und Ideen zur weiteren Abgrenzung vorschlagen“, sagt der EJB-Vorsitzende Patrick Wolf. In der Jugendarbeit erlebe er unter den jungen Menschen das Gegenteil: Offenheit für eine sachliche und konstruktive Auseinandersetzung sowie Hilfsbereitschaft für schutzsuchende Menschen.