Einweihung des Stephanshofs in Bamberg

Ein Gewinn für Kirche, Stadt und Region

Gospelchor St. Stephan unter der Leitung von Ingrid Kasper

Der Gospelchor St. Stephan unter der Leitung von Dekanatskantorin Ingrid Kasper gestaltete mit dem Dekanatsposaunenchor den Festgottesdienst.

Bild: Michael Thein

In Bamberg ist mit dem "Stephanshof" in unmittelbarer Nähe der historischen St.-Stephans-Kirche ein neues evangelisches Zentrum geschaffen worden.

Mit einem Festgottesdienst wurde am Sonntag, 20. September Bambergs neues evangerlisches Zentrum Stephanshof eingeweiht. Das Ensemble mit dem barocken früheren Kapitelhaus und zwei Nebengebäuden beherbergt jetzt großzügige Räumlichkeiten für Veranstaltungen aller Art, das Pfarramt sowie die Verwaltung für die drei Dekanatsbezirke Bamberg, Forchheim und Rügheim. Mit dem gläsernen Verbindungsbau wurde zugleich ein neuer Zugang zur Kirche geschaffen, die sich in den letzten Jahren zunehmend zu einem gefragten Ort für große Konzerte entwickelt hat.

In ihrer Festpredigt zur Einweihung bezeichnete Regionalbischöfin Dorothea Greiner den neuen Stephanshof als einen Gewinn sowohl für die kirchliche Gemeinschaft als auch für Stadt und Region: "Die Räume werden dem christlichen, kulturellen und sozialen Leben sehr dienlich sein."

Zitat

Der Stephanshof ist – mit seinem Namenspatron Stephan - ein Ort des Bekennens zu Christus, dem Herrn und Retter dieser Welt und darum ein starker Ort der Hoffnung für die Zukunft.

Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner
Das Gemeinde- und Dekanatszentrum mit Kirchengemeindeamt diene vor allem der Verkündigung des Evangeliums. Die Pflege dieses Bewusstseins, so Greiner, "kann und soll auch in Zukunft das Miteinander der drei Institutionen im Stephanshof beflügeln".

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Bisher hatte der gut 200 Jahre alten und heute mit mehr als 6.000 Mitgliedern größten evangelischen Gemeinde Bambergs ein echtes Zentrum gefehlt. Pfarramt und Gemeinderäume waren über das Stadtgebiet verteilt, das Verwaltungszentrum im Kapitelhaus platzte wegen steigender Aufgaben aus allen Nähten, die Probenräume der stetig wachsenden Kantorei wurden zu eng und die sanitären Verhältnisse waren nach den Worten von Regionalbischöfin Greiner geradezu "katastrophal".

Rund acht Jahre vergingen von den ersten Plänen bis zur Fertigstellung. Ursprünglich war die Eröffnung des Stephanshofes für April 2015 geplant. Wegen eines Dachstuhlbrandes, der im August 2015 im Kapitelhaus schwere Schäden anrichtete, wurden die Arbeiten um ein halbes Jahr zurückgeworfen. Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 6,7 Millionen Euro tragen Dekanat und Kirchengemeinden gemeinsam rund ein Drittel, etwa 2,7 Millionen Euro werden von der bayerischen Landeskirche finanziert.


21.09.2015 / epd