Rummelsberger Jubiläum

Ein Vierteljahrhundert Nächstenliebe

Bibel

"125 Jahre Menschen an Ihrer Seite": Wie kann man die Zahl "125" auf einem Foto so sensibel in Szene setzen, dass diese Szene den Geist der Rummelsberger Diakonie widerspiegelt? Dazu veranstalten die Rummelsberger anlässlich ihres Jubiläums einen großen F

Bild: (c) http://125.rummelsberger.de/

„125 Jahre Menschen an Ihrer Seite“: mit diesen Worten unterstreichen die Rummelsberger ihr diesjähriges Jubiläum. Ab 24. April starten die Feierlichkeiten im neuen Besucherzentrum im Philippuspark.

„Kinder- und Jugendhilfe, Unterstützungen für Menschen mit einer Behinderung, Hilfen für Menschen im Alter und vielfältige Bildungsangebote“: so bringt Dr. Günter Breitenbach, seit 2011 Vorstandsvorsitzender und Rektor der Rummelsberger Diakonie, die wichtigsten Aufgaben seiner Einrichtung auf den Punkt. Es sind Aufgaben, die sich auf das Wohl des Menschen konzentrieren, quasi praktizierte Nächstenliebe, der die „Rummelsberger“ – geprägt durch den evangelisch-lutherischen Theologen Wilhelm Löhe und den deutschen Theologen und Sozialpädagogen Johann Hinrich Wichern – seit einem Vierteljahrhundert ein unverwechselbares Gesicht geben.

"Amt der Diakonin" durch Frühjahrssynode beschlossen

1890 wurde die „Landesdiakonenanstalt in Nürnberg“ durch den Landesverein der Inneren Mission in der mittelfränkischen Metropole gegründet. 1905 siedelte diese nach Rummelsberg über und weihte dort die Diakonen- und Erziehungsanstalt der „Rummelsberger“ sowie das Pfarrhaus durch Pfarrer Christian Geyer ein. 1948 machte sich der Verein „Rummelsberger Anstalten der Inneren Mission e.V.“ selbständig und übernahm bayernweit die Einrichtung des Landesvereins für Innere Mission, jetzt Diakonisches Werk Bayern. Ab 1954 widmeten sich die Anstalten in der „Landesdiakonenanstalt Rummelsberg“ der Ausbildung von Diakonen für den berufsmäßigen Dienst in der Kirche. 29 Jahre später beschloss die Frühjahrssynode der Landeskirche, auch in Bayern das „Amt der Diakonin“ zu schaffen. Der erweiterte Brüderrat, der Verwaltungsrat der Rummelsberger Anstalten, und die Leitung der Diakonenschulen erklärten ihre Bereitschaft, Ausbildungsplätze für Diakoninnen in Rummelsberg zur Verfügung zu stellen.

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Vor diesem geschichtlichen Hintergrund haben die Rummelsberger im Laufe der Jahre ihren Dienst am Menschen entfaltet, der sich seit über 15 Jahren auch im Einsatz für „Flüchtlinge als Chance und Bereicherung“ widerspiegelt, so Vorstandsmitglied Karl Schulz. „Außerdem haben wir allein in den letzten Monaten mehr als 400 Plätze für unbegleitet Minderjährige in Einrichtungen der Jugendhilfe über ganz Bayern hinweg geschaffen und diese jungen Menschen aufgenommen.“

Um die Bekanntheit der Rummelsberger Diakonie, ihrer Arbeit und ihren angebotenen Hilfefeldern zu erhöhen sowie eine noch stärkere Öffnung nach Außen zu erreichen, beschloss man im Jahr 2012 ein Besucherzentrum einzurichten, welches im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit unzählige Besucher nach Rummelsberg locken soll. Die Standortwahl fiel, als Ergebnis und im Rahmen einer Bedarfsermittlung bzw. des Entwicklungskonzepts für Verein und Versorgung des Ortes Rummelsberg, auf den Philippuspark, welcher im Schnittpunkt zwischen „Ober- und Unterdorf“ liegt.

Jahresfest am 14. Mai mit Landesbischof Bedford-Strohm

Die Eröffnung des neuen Besucherzentrums am Freitag, 24. April, um 14 Uhr, markiert den Auftakt der Feierlichkeiten für das 125-jährige Bestehen. Das neue Zentrum soll als Ort genutzt werden, von dem aus Rummelsberg und seine Einrichtungen durch eine direkte Sicht zu den historischen Gebäuden, wie z.B. Philippuskirche, Brüderhaus, Fachakademie sowie Haus der Diakoninnengemeinschaft, plastisch vermittelt werden. Dies geschieht durch ausgewählte Einschnitte in der ansonsten zum Waldfriedhof geschlossenen Fassade sowie durch die offen gestaltete Eingangs- und Parkfassade. Dem Besucher ermöglicht diese zudem einen Blick durch das gesamte Gebäude auf die Grünfläche des Parks und deren Baumbestand.

Das Jahresfest an Christi Himmelfahrt am 14. Mai markiert einen der Höhepunkte des
Jubiläumsjahrs. Beim traditionellen Festgottesdienst predigt in diesem Jahr der bayerische Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende Dr. Heinrich Bedford-Strohm, der Festgottesdienst beginnt um 10 Uhr. Im Verlauf des großen Familienfestes wird auch die Ausstellung in den neuen Räumen neben dem Besucherzentrum eröffnet; die Schau gewährt vor allem Einblicke in die Anfangsjahre der Rummelsberger Brüderschaft. Die Festschrift zum Jubiläumsjahr richtet die Aufmerksamkeit auf die letzten 25 Jahre, deren Geschichte nur in Ansätzen geschrieben ist.

Großer Fotowettbewerb zum Thema "125"

Ihrem Jubiläum widmet die Diakonie auch eine eigene Webseite. Im Rahmen der Kampagne „125 Jahre Menschen an Ihrer Seite“ gibt sie den verschiedenen Arbeitsbereichen der Rummelsberger ein Gesicht. So lernen die User zum Beispiel die kleine Miriam kennen, die eine Rummelsberger Kinderkrippe besucht, sie lernen Michael kennen, der im Wichernhaus Altdorf, einem Ort, der sich um Menschen mit Einschränkungen kümmert.

Dazu lobt die Diakonie einen Fotowettbewerb aus und sucht das beste Bild zum Thema „125“. Noch bis zum 24. Juni können Hobbyfotografen dazu ein Foto einreichen, ab dem 26. Juni stimmen die User nach Anmeldung über alle eingereichten Fotos ab. Warum nach Anmeldung? Nicht nur die Fotografen können gewinnen, auch die Abstimmenden. 1. Preis ist ein „Erlebnisgutschein Rummelsberg“ für eine Familie mit eigenen Kindern (1x Übernachtung im Hotel Anders inkl. Frühstück und Abendessen, 1x Waldseilpark, 1x Führung durch Rummelsberg). Weitere Informationen gibt es in der obigen „Mehr zum Thema“-Box.


20.04.2015 / ELKB / Poep