Neue Hör-Andachten

"Edelsteine on air"

Ein Mann

Christoph Lefherz unterstützt seit 1999 in Ober- und Mittelfranken die evangelischen Radioandachten in seinem Job als Redakteur der evangelischen Funk-Agentur. Ab sofort organisiert er zusätzlich die neuen Hör-Andachten auf bayern-evangelisch.de

Bild: (c) Privat

Ab sofort gibt es auf bayern-evangelisch.de wöchentliche Hör-Andachten zu den unterschiedlichsten Themen des Lebens. Organisator Christoph Lefherz (Foto) macht Lust auf die "Kirche zum Lauschen".

Christoph Lefherz unterstützt seit 1999 in Ober- und Mittelfranken die evangelischen Radioandachten in seinem Job als Redakteur der evangelischen Funk-Agentur. Ab sofort nimmt er für die Landeskirche ganz Franken und auch die neuen Hör-Andachten auf bayern-evangelisch.de in seine Obhut: er organisiert Hör-Andachten, die ab sofort immer sonntags um 24 Uhr, also in der Nacht von Sonntag auf Montag online gehen auf bayern-evangelisch.de; die erste Andacht wurde am gestrigen Sonntag, 27. September veröffentlicht. Die Redaktion hat ihn zum neuen Angebot auf den Seiten der ELKB befragt. Ein Interview.

Herr Lefherz, warum braucht die Evangelisch-Lutherische Kirche Hör-Andachten?
Christoph Lefherz: „Der Pfarrer im Radio ist oft der einzige Kontakt zur Kirche für die Hörer, und als Kirche tut es uns gut, mit den Radioredakteuren vor Ort zu überlegen: Was brauchen die Hörer, wie passen Kirche und Privatfunk zusammen?“

Die neuen Hör-Andachten sollen ab sofort immer sonntags um 24 Uhr, also in der Nacht von Sonntag auf Montag online gehen auf bayern-evangelisch.de. Wer liefert die neuen Hör-Andachten für die Webseite der ELKB?
Christoph Lefherz: „Die Andachten liefern sechs Männer und Frauen, Pfarrerinnen und Laien, vom Dorf bis zur Großstadt, erfahren oder frisch dabei. Die Autoren sind: Doris Wild, Dekanatsjugendpfarrerin in Bad Tölz, Friedemann Jung, Schulpfarrer in Würzburg, Diakonin Irmgard Hoffmann aus Augsburg, Hannes Schott, Pfarrer und Kabarettist in Bayreuth sowie Alexander Seidel, Kabarettist und Pfarrer aus Wilhelmsdorf bei Nürnberg. Und wir haben auch eine Religionspädagogin dabei: Sabine Dorn aus Vohenstrauß in der Oberpfalz. Übrigens: Nächstes Jahr sind es wieder sechs andere!“

Welche Länge haben die einzelnen Beiträge?

Lefherz: „Es sind Andachten, wie sie auf den Sendern laufen, für die die AutorInnen normalerweise texten und sprechen - ehrenamtlich übrigens. Bei 99 Sekunden ist spätestens Schluss. Wie kurz ein Impuls sein darf, dafür gibt es keine Vorschrift.“

Wäre es nicht passender, die Andachten sonntags bereits tagsüber zu liefern? Quasi als „Andacht zum Sonntag“?
Lefherz: „Nein, der Sonntag ist voll mit Kirche. Wir sprechen in den Alltag der Leute, und so kommt der neue Impuls immer Montag früh raus, genau gesagt um Mitternacht. Er kann einem die ganze Woche ein Ohrwurm sein und bezieht sich oft auf den kommenden Sonntag: Erntedank, Totensonntag, Weihnachten, Ostern…. Muss aber nicht!“

Welchen Themen widmen sich die Sprecher?
Lefherz: „Neben den Feiertagen hat jede/r eine Spezialität! Einer andachtet beispielsweise fränkisch. Eine kann mit ihrer Stimme allein schon Glücksgefühle erzeugen. Ein anderer kann was von Salami-Eis erzählen… finden Sie es selbst raus!“

Werden Sie selbst auch hin und wieder eine Hör-Andacht liefern?
Lefherz: „Nein, ich mache zwar auch Andachten, aber ich finde es wichtiger, zu koordinieren, zu coachen und mir neue Sachen auszudenken.“

Was ist Ihnen persönlich bei einer Hör-Andacht wichtig?
Lefherz: „Ich selbst möchte nach einer Andacht anders sein als vorher: Etwas Neues hören, Gänsehaut bekommen, etwas verstehen, lachen, Rückenwind bekommen. Ich höre mindestens 10 bis fünfzehn Andachten jede Woche und das ist richtig klasse! Wenn jemand Gott und die Welt zusammenbringt, und mir etwas aus seinem Innersten erzählt, ist das wie ein kleiner Edelstein on air. Eine Andacht ist gut, wenn sie mir nachgeht oder nahe kommt.“

Wann ist eine Andacht nahe?
Lefherz: „Wenn der Sprecher ,ungeschminkt‘ spricht, also nicht perfekt formuliert. Wenn mich die Andacht unterhält und berührt, ich mich wiedererkenne, etwas Neues lerne und mehr über den Sprecher hören will. Und ihn oder sie noch einmal hören will.“

28.09.2015 / ELKB / Poep
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