Reformationsdekade: Diskussion

„Die Kirche im Dorf lassen?!“

Dorf in Bayern

Kirche im Dorf - ein schöner Anblick, jedoch geraten ländliche Gemeinden zunehmend unter Druck.

Bild: © istockphoto / wingmar

Gemeinsam mit der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion lädt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern am 24. Oktober zu einer Diskussion in den Bayerischen Landtag. Thema: „Die Kirche im Dorf lassen?!“.

Der parlamentarische Abend in den Räumen des Bayerischen Landtags in der Münchner Max-Planck-Straße, moderiert von Pfarrer Christian Düfel, Reformationsdekade/Luther2017 in Bayern und Florian Streibl, Freie Wähler, bettet sich in die laufende Reformationsdekade: 2014 widmet die evangelische Kirche dem Thema „Reformation und Politik“ und beleuchtet unter den Leitworten „Reformation. Macht. Politik“ die Bedeutung der Reformation für das Verhältnis von Kirche und Staat unter verschiedenen Aspekten.

Ländliche Gemeinden zunehmend unter Druck

Ausgehend hiervon bildet der parlamentarische Abend mit dem Titel „Die Kirche im Dorf lassen?!“ einen Teil davon. In Bayern werden 85 Prozent der Fläche als „ländliches Territorium“ eingestuft. Traditionell bilden in diesen Regionen vor allem Gemeinden mit unter 20 000 Einwohnern die Zentren kultureller, ökonomischer und sozialer Aktivität. Demografischer Wandel, Abwanderung sowie wirtschaftliche und finanzielle Probleme bringen die ländlichen Gemeinden und Städte zunehmend unter Druck. Eine Wende ist nicht abzusehen.

Vor diesem Hintergrund werden Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft die Bedeutung von Kirche angesichts des massiven Strukturwandels im ländlichen Raum im kommunalen Kontext beleuchten und gemeinsam mit den Besuchern des parlamentarischen Abends diskutieren, mit welchen Herausforderungen sich Kirchen- und politische Gemeinden in einer zunehmend säkularen Gesellschaft konfrontiert sehen.

Es diskutieren mit: Leni Gröbmaier, Bürgermeisterin Dietramszell, Oberbayern, Dr. Lothar Koppers, Professor für Geoinformatik und Raumanalyse, Hochschule Anhalt, Pfarrer Christoph Seyler, Evangelisches Bildungszentrum Hesselberg, Walter Schnell, Erster Bürgermeister der Gemeinde Kammerstein und stellvertretender Landrat.

Anmeldung bis 20. Oktober erforderlich!

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt – Interessierte werden deshalb gebeten, sich unbedingt bis spätestens 20. Oktober 2014 im Projektbüro Reformationsdekade, Mail: reformationsdekade@elkb.de oder unter Fax 0911 / 214 2348 anzumelden. Interessenten erhalten eine Teilnahmebestätigung, es gilt die Reihenfolge der Anmeldungen.


14.10.2014 / ELKB / Poep
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