Neuendettelsau: Interkulturelle Woche

Diakonie: "Mehr Toleranz für Flüchtlinge"

Menschen tanzen im Kreis

Tanzen für den Weltfrieden: Die Diakonie Neuendettelsau spricht sich für mehr Toleranz gegenüber Flüchtlingen aus.

Bild: Diakonie Neuendettelsau

Noch bis Samstag, 27. September 2014, findet bundesweit die "Interkulturelle Woche" statt. Anlässlich dessen sprach sich die Diakonie Neuendettelsau für mehr Offenheit gegenüber Flüchtlingen aus.

Mehr Toleranz für Flüchtlinge hat Dr. Mathias Hartmann, Abteilungsleiter Bildung in der Diakonie Neuendettelsau am vergangenen Sonntag, 21. September 2014, im Rahmen eines von der Diakonie organisierten "Flüchtlingsgottesdienstes" zum Start der diesjährigen "Interkulturellen Woche" gefordert. Die "Interkulturelle Woche" (IKW) ist eine bundesweite Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie; 2014 stellt die IKW das Wohl von Flüchtlingen in den Mittelpunkt.

„Wir sollten diesen Menschen mit weniger Skepsis und mit mehr Offenheit begegnen. Daher ist es gut, dass wir Menschen auf der Flucht in der Diakonie Neuendettelsau mit offenen Armen begrüßen“, so der evangelische Theologe. Der Umgang mit den Flüchtlingen sei ein Prüfstein für unsere Gesellschaft und uns selbst.

"Es gibt mir Kraft, wenn ich diesen Menschen helfen kann"

Während der Predigt von Dr. Mathias Hartmann über einen Abschnitt aus dem 1. Brief des Paulus an die Thessalonicher kamen auch Mitarbeitende der Diakonie zu Wort, die sich seit Dezember 2013 um bis zu 100 Flüchtlinge in Neuendettelsau kümmern. Regionalleiter Richard Winkler erinnerte an historische Erfahrungen vieler deutscher Familien mit Flüchtlingen in der Nachkriegszeit.

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„Für mich sind Flüchtlinge von der Definition her Menschen, die ihre Heimat, ihr Zuhause und ihre sozialen Beziehungen verloren haben. Ich mache diese Arbeit gerne und es gibt mir Kraft, wenn ich diesen Menschen, die unsere Hilfe brauchen, helfen kann“, so Winkler. Emotionale Worte fand die für die Flüchtlinge in der Diakonie Neuendettelsau zuständige Diplom-Pädagogin Ricarda Quass. Sie berichtete von drei dramatischen Einzelschicksalen. Ein junger Mann, dessen Kahn von Afrika nach Europa gekentert war, musste um sein Leben schwimmen. Auf dem Weg an das rettende Ufer entdeckte er ein kleines Mädchen auf einem Holzblock. Er nahm das Mädchen auf seine Schultern und schwamm mit ihm an Land.

„Und dieser junge Mann hat hier bei uns in Neuendettelsau seine Flucht beendet“, so Quass. Die Diplom-Pädagogin lobt die Offenheit und die Integrationsbereitschaft der Bevölkerung in Neuendettelsau.

"Tag des Flüchtlings" am Freitag, 26. September 2014

Im Anschluss an den Gottesdienst führten zahlreiche Diakonie-Mitarbeitende, Gemeindemitglieder der Neuendettelsauer Kirchengemeinden sowie Ehrenamtliche „Tänze für den Weltfrieden“ vor. Organsiert wurden die Tänze von Diakonie-Mitarbeiterin Birgit Krauß anlässlich des Internationalen Weltfriedenstags, der laut Beschluss der Vereinten Nationen seit 2002 stets am 21. September stattfindet.

Die "Interkulturelle Woche" geht noch bis einschließlich Samstag, 27. September 2014. Am Freitag, 26. September 2014, findet der offizielle "Tag des Flüchtlings" statt.


23.09.2014 / Diakonie Neuendettelsau / ELKB