Wettbewerb "Seelsorge macht Sinn"

Diakonie ehrt ehrenamtliche Seelsorgearbeit

Sieger im Diakoniewettbewerb 'Seelsorge macht Sinn'

Erster Preis für "Martha-Maria" Nürnberg (v.l.n.r.): Herbert Schlembach, Koordinator der Sitzwache, Hannelore Zimmermann Jutta Specht, Leiterin der Krankenhausseelsorge Martha-Maria Nürnberg, Pastoralreferent und Klinikseelsorger Anton Baier

Bild: Diakonie Bayern

Die Diakonie Bayern hat in Nürnberg die Preisträger ihres Wettbewerbs "Seelsorge macht Sinn" geehrt. Die ehrenamtliche Sitzwache des Krankenhauses Martha-Maria Nürnberg erhielt den ersten Preis.

Die Sieger im Wettbewerb, die ehrenamtliche Sitzwache des Krankenhauses Martha-Maria Nürnberg, darf sich mit dem ersten Preis über 2000 Euro freuen. Der zweite Preis in Höhe von 1.500 Euro ging an die ökumenische Telefon-Seelsorge Bamberg. Die ehrenamtliche Trauerarbeit des Diakonischen Werkes Neu-Ulm in Nersingen erhielt den dritten Preis in Höhe von 1.000 Euro, wie die Diakonie bekanntgab.

Schwer kranke, einsame Menschen in ihrer Sterbephase begleiten die Mitarbeiter des Sitzwachendienstes des Krankenhauses Martha-Maria. Das Projekt zeichne sich durch die intensive Betreuung, Fort- und Weiterbildung der Ehrenamtlichen aus, so die Diakonie weiter. Sie werden geschult und erhalten kontinuierlich Supervision. Das Angebot habe sich innerhalb weniger Jahre etabliert.

Bedarf an psychosozialer Betreuung wächst

In der ökumenischen Telefon-Seelsorge Bamberg sind 75 ehrenamtliche Kräfte beim neuen Online-Angebot im Einsatz. Die Nachfrage nach der Online-Beratung übersteige das Angebot bei weitem, hieß es. Vor allem Jüngere nutzen die Möglichkeit des Internet-Dienstes.

Die ehrenamtliche Trauerarbeit des Diakonischen Werkes Neu-Ulm in Nersingen entstand auf Initiative der Hospiz- und Palliativbeauftragten Marion Deml. Die Gruppe mit insgesamt fünf Personen bietet Einzeltrauergespräche, Einzeltrauerbegleitung, eine Trauergruppe sowie seit April 2012 einmal im Monat ein "Trauercafé" an. In der Region Nersingen sei dieses Angebot einzigartig, so die Jury.

Mit dem Wettbewerb will das Diakonische Werk eigenen Angaben zufolge auf den wachsenden Bedarf an psychosozialer Betreuung von Menschen aufmerksam machen. Die prämierten Projekte stellen seelsorgerliche Aspekte in den Mittelpunkt ihrer Arbeit und sind für andere Initiativen vorbildlich.


16.10.2014 / epd
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