Zum Ewigkeitssonntag

Auf trauernetz.de der Verstorbenen gedenken

Kerzen

Der Verstorbenen gedenken: trauernetz.de lädt dazu ein.

Bild: © iStockPhoto / DDieschburg

Chatandacht und Gedenkseiten: Auf trauernetz.de finden Menschen seit 2009 Angebote, mit denen sie zum Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen gedenken können - so auch wieder in diesem Jahr.

Am Ewigkeitssonntag gedenken Christinnen und Christen in Gottesdiensten ihrer Verstorbenen und befehlen sie Gott an. Neben der Ortsgemeinde bietet die evangelische Kirche im Internet einen Raum, wo Menschen ihre Trauer vor Gott aussprechen können. Bereits zum sechsten Mal seit 2009 findet auf www.trauernetz.de am Ewigkeitssonntag, 23. November 2014, um 18 Uhr eine Chatandacht statt.

Ab sofort ist unter www.trauernetz.de ein Trauerbuch geschaltet, in das bis zum Ewigkeitssonntag die Namen von Verstorbenen eingetragen werden können. Während der Online-Andacht werden die Namen der Verstorbenen im Chat eingeblendet, im Anschluss beten die Chatteilnehmerinnen und -teilnehmer gemeinsam das Vaterunser und bitten um Gottes Segen.

Bei den Online-Andachten in den vergangenen Jahren wurde dieses Angebot besonders von Menschen wahrgenommen, deren Angehörige oder Freunde vor längerer Zeit gestorben sind. Auch wenn die Gemeinde der Verstorbenen zu weit vom Wohnort der Angehörigen entfernt ist, um dort am Ewigkeitssonntag am Gottesdienst teilnehmen zu können, bietet die Chatandacht im Internet eine Möglichkeit, so namentlich der Toten zu gedenken.

In evangelischen Gottesdiensten werden am letzten Sonntag jedes Kirchenjahres die Namen der im Kirchenjahr verstorbenen Gemeindeglieder verlesen, und die Gemeinde schließt sie und ihre Angehörigen in die Fürbitte ein. Was in den Gemeindegottesdiensten guter Brauch ist, wird über die Form des Chats so auch online möglich auf www.trauernetz.de.
Trauer- und Gedenkkultur verändert sich

„Auch die Trauer- und Gedenkkultur verändert sich durch die Digitalisierung unserer Gesellschaft. Daher ist es gerade in der schnelllebigen Welt des Internets wichtig, Orte der Ruhe und des Gedenkens anzubieten“, fasst Ralf-Peter Reimann, Internetbeauftragter der Rheinischen Kirche und einer der Initiatoren, die Erfahrungen aus Arbeit auf www.trauernetz.de zusammen.

Deshalb hat sich der Herausgeberkreis entschlossen, auch Online-Gedenkseiten für Verstorbene anzubieten. Dieses Angebot wird zum Ewigkeitssonntag freigeschaltet. Ab dann können Angehörige oder Freunde für Verstorbene eine Gedenkseite anlegen. Datenschutz ist dabei wichtig, deshalb kann jeder beim Einrichten einer Gedenkseite entscheiden, ob diese privat oder öffentlich ist. Unter gedenkseiten.trauernetz.de können Freunde und Bekannte online eine Kerze anzünden oder ein kurzes Wort an die Angehörigen richten.

www.trauernetz.de ist ein Online-Projekt der Evangelischen Kirche im Rheinland in Kooperation mit der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) sowie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.


20.11.2014 / ELKB / Poep / Johannes Minkus
drucken