1. Stadtkirchentag Fürstenfeldbruck

Der Mensch als Mittelpunkt

Plakat zum Ökumenischen Kirchentag Fürstenfeldbruck

"Seht, welche in Mensch!": vom 19. bis 21. Juni 2015 findet in Fürstenfeldbruck der "1. Ökumenische Kirchentag" statt.

Bild: (c) Christenrat FFB / Emmering

„Seht, welch ein Mensch“: mit diesem Wort wird am Freitag, 19. Juni, der „1.Ökumenische Kirchentag Fürstenfeldbruck“ eröffnet. Unter den Gästen: Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm.

„Seht, welch ein Mensch!“ Es ist das Wort des römischen Statthalters Pontius Pilatus (aus Joh 19,5), das den Leitgedanken für den „1. Ökumenischen Kirchentag Fürstenfeldbruck“ bildet. Denn der Mensch und das Menschsein sollen im Mittelpunkt stehen bei diesem Kirchentag, der in der oberbayerische Stadt mit ihren mehr als 34000 Einwohnern von Mittwoch, 17. Juni, bis einschließlich Sonntag, 21. Juni, erstmals statt findet. Das Kirchenfest haben die Fürstenfeldbrucker schon länger vor Augen.

„Im Januar 2012, nach den guten Erfahrungen mit dem Ökumenischen Kirchentag in München,“, erzählt Projektleiterin Ursula Leitz-Zeilinger, „bildete sich in Fürstenfeldbruck ein ökumenisches Gremium: der ,Christenrat‘ der Stadt Fürstenfeldbruck und der zugehörigen Gemeinde Emmering.“ Inspiriert von den ökumenisch-lebendigen Tagen in der Landeshauptstadt habe der frisch gebackene Christenrat damals beschlossen, für Fürstenfeldbruck ein Fest zu organisieren, „bei dem die Kirchen gemeinsam Flagge zeigen“, so Leitz-Zeilinger. „In unserer Zeit das gemeinsame Bekennen sichtbar zu machen, ist enorm wichtig.“

Rasch habe man sich auf die diesjährigen Juni-Daten geeinigt sowie auf „aktuelle gesellschaftspolitische Themen, die würdevolles Menschsein in den Mittelpunkt stellen und für die Stadt Fürstenfeldbruck wichtig sind“, unterstreicht die 54-jährige Projektleiterin. Spannende Themen wie Asyl, Unterstützung von Familien oder Altern in Würde spiegeln sich an neun verschiedenen Orten in mehr als 50 Veranstaltungen mit Vorträgen, Diskussionsrunden, geistlichen Impulsen, sozialpolitischen Rundgängen und auch künstlerischen Aufführungen wider.

Landesbischof Bedford-Strohm zu Gast

Events wie ein solcher Kirchentag seien wichtig als Beitrag für gelingende Ökumene, unterstreicht Leitz-Zeilinger. „Bei aller konfessionellen Verschiedenheit und unterschiedlicher inhaltlicher Ausrichtung müssen die Kirchen einander zuhören, gegenseitigen Respekt zeigen und den Willen demonstrieren, sich nicht einrichten zu wollen in bereits bestehende Verständnisstrukturen. Dann kann die Ökumene einen bereichernden Effekt entfalten.“

Die konfessionsübergreifende Premiere, für die der veranstaltende Christenrat mit „mehr als 1000 Besuchern“ rechne, sei getragen von „einem breiten ökumenischen Bündnis“, sagt Leitz-Zeilinger. „Neben der evangelischen und der katholischen Kirche, organisieren außerdem die freie evangelische Gemeinde, die rumänisch-orthodoxe Gemeinde und als Gast die neuapostolische Kirche mit.“

"Ökumenischer Dialog zum Kirchentagsmotto"

Die offizielle Eröffnung des „1. Ökumenischen Kirchentags“ in Fürstenfeldbruck ist am Freitag, 19. Juni, um 19 Uhr in der Klosterkirche. Anwesend sein im Festgottesdienst werden neben dem Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm auch Kardinal Reinhard Marx, Präses Ansgar Hörsting und Bischof Sofian. Zum „Ökumenischen Dialog zum Kirchentagsmotto“ bitten dann Bedford-Strohm, Marx, Hörsting und Sofian im Anschluss um 20.15 Uhr im Veranstaltungsforum Stadtsaal.

Aber auch vor und nach dem Freitag als Höhepunkt im Kirchentagsprogramm finden zahlreiche Veranstaltungshighlights statt, insgesamt gehen die Feierlichkeiten rund um den „1. Ökumenischen Kirchentag Fürstenfeldbruck“ von Mittwoch, 17. Juni, bis einschließlich Sonntag, 21. Juni. Das gesamte Programm finden Sie in der obigen Mehr-zum-Thema-Box.


08.06.2015 / ELKB / Poep
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