Arbeitskreis Bekennender Christen

Christustag in Bayern

Musikgruppe begleitet den Christustag (3. Oktober 2015)  in Lauf

300 Gemeindemitglieder in Gäste feierten in der evangelischen Christuskirche in Lauf den Christustag 2015.

Bild: ELKB

Die Bedeutung der Gnade Gottes stand im Mittelpunkt des dritten bayerischen Christustags, der vom Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC) organisiert wurde.

Mehr als 1.500 Besucher sind am Samstag, den 3. Oktober 2015, zum dritten Christustag des evangelischen "Arbeitskreises Bekennender Christen in Bayern" (ABC) zusammengekommen. Die Veranstaltung fand an fünf Orten statt, die meisten Besucher verzeichnete Memmingen mit rund 700 Teilnehmern, wie ABC-Sprecher Hans-Joachim Vieweger am Sonntag mitteilte. Im Mittelpunkt des Christustages stand die "elementare Bedeutung der Gnade Gottes".

Der ABC-Vorsitzende Till Roth sagte in Memmingen zum Schwerpunktthema: "Wer Gottes Gnade erlebt, ist zutiefst berührt, verwundert und entsetzt: Gott spricht mich frei und macht mich zu seinem Kind." Gnade bedeute, dass alle Urteile über den Menschen im Lichte Gottes aufgehoben würden.

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Mit dem reformatorischen Motto „Allein die Gnade“ solle wieder neu bewusst gemacht machen, dass die ganze Existenz des Menschen „geprägt ist durch Gottes Gnade“, wie es in einer an den fünf regionalen Veranstaltungsorten verlesenen Erklärung heißt. Im Zentrum stehe dabei das Geschenk der Erlösung durch Jesus Christus. Die Antwort des Menschen auf die Gnade Gottes sei der Gehorsam des Glaubens, sonst drohe dieses Geschenk als „billige Gnade“ missbraucht zu werden.

Der Religionsphilosoph Harald Seubert warnte in Lauf an der Pegnitz davor, in der „Wohlfühl- und Wellnessgesellschaft der Moderne“ auf die Rede von der Sünde zu verzichten: „Nur wenn man von Schuld und Verzweiflung spricht, kann man ermessen, welche befreiende Gnade und Kraft Jesus Christus bedeutet.“

Der ehemalige CVJM-Generalsekretär Ulrich Parzany kritisierte "Fehlentwicklungen" in der evangelischen Kirche. Wenn die Autorität der Bibel infrage gestellt werde, gehe auch die Basis für die Glaubensgewissheit verloren. "Wenn der gekreuzigte und auferstandene Jesus Christus nicht der einzige Retter ist, dann verkommen Gnade und Glaube zu psychologischen Begriffen, mit denen man spielen kann, ohne von Jesus Christus zu reden."

Auch das 25jährige Jubiläum der Wiedervereinigung war Thema beim diesjährigen Christustag. Er sehe in der Einheit ein Gnadengeschenk Gottes, erklärte in München der aus Sachsen stammende ehemalige Superintendent Peter Heß. In Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz begann der Christustag am Tag der deutschen Einheit mit einem ökumenischen Gottesdienst.

Der nächste bayerische Christustag soll am 3. Oktober 2017 stattfinden und sich dem vierten reformatorischen Grundsatz „Allein der Glaube“ widmen.


05.10.2015 / epd/Hans-Joachim Vieweger