Vizepräsident der Landessynode verstorben

Trauer um Hans-Christoph Bodenstab

Verstorben: Hans-Christoph Bodenstab

Mit großer Betroffenheit haben Vertreter der Kirchenleitung auf den Tod des Vizepräsidenten der Landessynode, Hans-Christoph Bodenstab, reagiert.

Bild: ELKB

Mit großer Bestürzung und Trauer haben Vertreter der bayerischen Landeskirche auf den Tod des Vizepräsidenten der Landessynode, Hans-Christoph Bodenstab, reagiert.

Der 58-Jährige war am vergangenen Sonntag von der Wasserwacht am Ufer des Niedersonthofener Sees bei Kempten tot aufgefunden worden, nachdem er bereits vor mehr als zwei Wochen von seiner Familie als vermisst gemeldet worden war. Die groß angelegte Suche der Polizei war zunächst erfolglos geblieben.

Sie sei "zutiefst bestürzt" über den Tod von Christoph Bodenstab, erklärte Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel. "Ich habe ihn als freien und mutigen Menschen bewundert und geschätzt. Sein Sachverstand und Scharfsinn, sein Humor und seine geistige und moralische Unabhängigkeit werden unserer Landessynode, ihrem Präsidium und auch mir selbst sehr fehlen." Auch Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm zeigte sich tief erschüttert. Der Vizepräsident genieße in der Landessynode große Achtung und Zuwendung. "Persönlich habe ich mich ihm sehr verbunden gefühlt. Wir befehlen ihn in Gottes Hand und sind mit unseren Gebeten bei seiner Familie.“

17 Jahre lang Kirchenvorsteher in Kempten 

Bodenstab stammt aus Kempten. Er studierte Jura in Passau, Kiel, im englischen Guildford und in München. 17 Jahre lang war er Kirchenvorstand in der Kemptener St.-Mang-Kirche, 13 Jahre lang saß er in der bayerischen evangelischen Landessynode, dem Kirchenparlament der rund 2,4 Millionen bayerischen Protestanten. Im Frühjahr 2014 wurde er zum Vizepräsidenten der Synode gewählt. Bodenstab hinterlässt seine Lebensgefährtin und zwei erwachsene Söhne. Die Trauerfeier für Hans-Christoph Bodenstab findet am Mittwoch, 28. Oktober um 14 Uhr in der St. Mang-Kirche in Kempten statt.

 


19.10.2015 / epd/ELKB